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In Teil 1 meiner Artikelserie zum Thema „Flow“ ging es darum, was Flow eigentlich ist, wie der Zustand sich anfühlt und woran er sich erkennen lässt. Heute widmen wir uns nun der Frage, wie man Flow erzeugen kann – und sich damit das Arbeiten leichter macht. Ich selbst liebe das Arbeiten im Flow und teile deshalb meine Erfahrungen dazu gerne hier mit dir.

Ganz grundsätzlich erzeugen alle „gleichförmigen“ Tätigkeiten ein Flowgefühl. Joggen, Schwimmen, Autofahren auf langen und geraden Strecken (Vorsicht, Trance …) sind einfache Beispiele für Flowzustände. Man driftet ein wenig weg, vergisst die Zeit und erlebt eine leicht veränderte Wahrnehmung. Diese Erfahrung haben sicher viele schon selbst gemacht.

Wie aber erzeugt man diesen angenehmen Flow beim Arbeiten? (Und vor allem auch dann, wenn die aktuell zu erledigende Aufgabe nicht gerade zu den eigenen Favoriten gehört?) Wie ist es möglich, gelassene Konzentration zu erzeugen, bei der das Pensum nebensächlich wird und sich geradezu „von selbst“ erledigt?

 

Flow erzeugen – so geht’s!

 

Super wichtig: Schalte Ablenkungen aus!

Mit ständiger Ablenkung ist kein Flowzustand möglich. Es muss konzentriertes Arbeiten möglich sein, damit man darin „versinken“ kann. Gerade Smartphones sind „Flow-Killer“, weil sie uns ständig dazu verleiten, nach Neuigkeiten zu schauen oder uns aber durch Meldungen (Facebook, Twitter, Anrufe, Messenger, etc) aus der Konzentration reißen.

Informiere auch Menschen in deiner Umgebung, dass du für den anvisierten Zeitraum nicht gestört werden möchtest. Meistens lässt sich das auch Arbeitskollegen klarmachen (sofern du welche hast). In Großraumbüros ist Ungestörtheit schwierig umzusetzen, aber die wenigsten Selbständigen sind in solchen Strukturen tätig, daher lassen wir das hier einfach mal getrost unter den Tisch fallen. Mer zum Thema Konzentration und Fokus findest du übrigens in meinem Artikel Die Macht des Fokus – Wie du produktiver wirst und dich dabei gut fühlst.

 

Sorge für eine gute Arbeitsumgebung

Weißt du, unter welchen Bedingungen du dich wohl fühlst? Brauchst du einen hellen, offenen Raum mit viel Platz über dem Kopf zum freien Denken, oder ziehst du dich lieber in einen kleinen, gemütlichen und eher dunklen Raum zurück? Wie warm oder kalt muss es sein? Sitzt du gerne am Fenster, oder lenkt dich das eher ab?

Ich selbst brauche einen aufgeräumten Schreibtisch, und ich nutze gerne ätherische Zitrusöle in einer Duftlampe* oder einem Diffusor*, um einen frischen und anregenden Duft im Raum zu erzeugen, der mich sofort in einen leichten und fröhlichen „Arbeitsmodus“ bringt. (Da ich oft zu Hause arbeite, kann ich das auch ohne Probleme umsetzen. In einem Coworkingspace ist das natürlich etwas schwieriger. Man kann sich dann gut mit einem Stofftaschentuch behelfen, auf das man vorher ein paar Tropfen des ätherischen Öls gibt. Bei Bedarf dann einfach aus der Tasche nehmen und kurz daran schnuppern. Mein momentanes Lieblingsöl für Konzentration und gute Laune ist übrigens dieses hier*.)

Überlege dir vorher, welche Arbeitsmaterialien du für deine anstehende Aufgabe brauchst und lege dir alles an den Platz. So vermeidest du, später immer wieder aus dem konzentrierten Tun gerissen zu werden, weil du etwas suchen oder holen musst. Damit du aber weißt, was du brauchst, muss dir klar sein, was eigentlich getan werden muss. Und das bringt uns zum nächsten wichtigen Punkt, um in den Flow zu kommen.

 

Mach dir klar, was genau du tust

Flow ist durch Versenkung im Tun gekennzeichnet. Damit du dich überhaupt so stark in eine Tätigkeit hineinbegeben kannst, musst du wissen, WAS genau du zu tun hast. Das klingt vielleicht banal, aber die meisten Menschen, die wenig effektiv arbeiten, oder aber ständig prokrastinieren, scheitern genau deshalb: Weil die Aufgabe nicht klar definiert ist. Für den Flowzustand ist es absolut unerlässlich, dass du deine Aufgabe eindeutig festlegst. Und dann mach dich an die Arbeit.

 

Du musst wissen, warum du etwas tust

Die Frage nach dem WARUM ist mindestens ebenso wichtig wie die Frage nach dem WAS. Wer einen Sinn in der auszuführenden Tätigkeit sieht, ist motivierter. Mach dir daher bitte klar, warum du deine Aufgabe erfüllen möchtest und was dir diese Arbeit bringt. Wichtig ist, nicht nur das Ziel zu sehen (Expertenstatus ausbauen, Kunden gewinnen, höhere Einnahmen erzielen oder was auch immer), sondern stets auch die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit selbst im Auge zu behalten.

Ich schreibe zum Beispiel gerade diesen Text, weil ich dir dabei helfen möchte, dich mit dem Flowzustand vertraut zu machen und selbst besser, konzentrierter und vor allem leichter und gelassener zu arbeiten. Aber ich schreibe diesen Text gerade auch, weil ich gerne Texte schreibe und es mir Spaß macht, Informationen in Form von Blogbeiträgen weiterzugeben. Der Sinn dieser Tätigkeit liegt für mich nicht nur darin, dir zu helfen – sondern auch bereits im Vorgang des Textens selbst, denn das mache ich einfach gerne.

Finde in deinen Tätigkeit nicht nur das WARUM des Zieles, sondern auch das WARUM des Weges. Ich verspreche dir, die ganze Sache macht dann definitiv noch mehr Spaß. Mehr über ein positives Mindset und warum es so wichtig für deine Erfolge ist, kannst du in meinem Artikel Das wichtigste Tool für mein positives Mindset nachlesen.

 

Suche Herausforderungen, aber überfordere dich nicht

Gerade komplexe Aufgaben türmen sich gerne wie Berge auf. Man steht davor und bricht schon prophylaktisch in Panik aus. Unter solchen Umständen ist kein Flow möglich, denn du brauchst Klarheit, Fokus und Freude am Tun, um in den Flowzustand zu kommen. Unterteile deine Aufgaben deshalb in überschaubare Teile. Klopfe dir den Berg so kurz und klein wie es nötig ist, und konzentriere dich dann immer nur auf genau einen Vorgang. Dies macht das Abarbeiten leichter und du siehst vor allem auch schneller Erfolge.

Falls dich eine der Aufgaben überfordert, frage dich, ob du wirklich genau weißt, was du gerade zu tun hast. Liegt das Problem vielleicht darin begründet, dass die Tätigkeit nicht klar definiert wurde? Dann hole das nach, bevor du weitermachst. Oder bist du überfordert, weil dir noch Wissen fehlt? Dann lass dich unterstützen, bis du eigenständig weiterarbeiten kannst.

Es ist sehr wichtig, Herausforderungen zu suchen, denn nur dann macht Arbeit auch Spaß. Du darfst dich niemals langweilen, denn Langeweile verhindert Flow. Überforderungen allerdings bremsen den Flowzustand ebenfalls aus. Dein Ziel sollte es sein, die goldene Mitte zu finden. Dann wird Arbeiten strukturiert, klar fokussiert und außerdem zu einem echten Vergnügen. Und wenn du das alles noch optimieren möchtest: Hier mein Blogbeitrag, der dir verrät, wie du mit weniger Arbeit mehr Geld verdienen kannst.

 

Falls dich die Arbeit von Mihaly Csikszentmihalyi noch mehr interessiert – das hier ist ein sehr schöner Vortrag von ihm zum Thema Flow.

 

*Affiliate Link

 

 

Sandra

Sandra

Sandra ist der kreative Kopf hinter Flowpreneur und schreibt über Business, Money-Mindset, Leben und Reisen.
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