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Es gibt viele fatale Glaubenssätze, die uns davon abhalten, mehr Wohlstand, Zufriedenheit und Glück zu erreichen.

Die meisten davon beruhen auf Denkmustern, die wir bereits in früher Kindheit mitbekommen haben, weil diese in unseren Familien oder im Freundeskreis gang und gäbe waren.

Wir haben als Kinder nicht hinterfragt, ob diese Annahmen richtig oder falsch, hilfreich oder blockierend sind. Wir haben sie als wahr betrachtet, und tun dies in vielen Fällen unbewusst auch heute noch. Die Denkmuster aus dieser Zeit wirken in uns weiter und beeinflussen nicht nur unser Denken über uns selbst und über die Welt, in der wir leben, sondern daraus resultierend auch unser Handeln.

 

Eine dieser fatalen Grundannahmen lautet: „Nimm, was du kriegen kannst!“

 

Ich habe letztens mit einer Klientin gearbeitet, die sich schon lange an diesem Glaubenssatz abmüht. Er war ihr allerdings nicht bewusst gewesen. Sie sagte mir während unseres Termins, dass sie mit einer nagenden Unzufriedenheit lebt, seitdem sie denken kann. Und dass sie sich niemals richtig erklären konnte, woher diese Unzufriedenheit kommt, denn sie war immer umgeben von „viel“. Es hat sie nur niemals glücklich gemacht. Im Zuge der gemeinsamen Arbeit kamen wir dann auf diesen Schlüsselsatz …

Aber was bedeutet dieser Satz eigentlich? Und was richtet er in uns an?

Der Satz trägt zunächst einmal die Botschaft in sich, dass nicht genügend da ist. Es ist ein Satz, der auf Mangeldenken gründet und dieses verstärkt. Aber in diesem Glaubenssatz steckt noch etwas sehr Interessantes!

„Nimm, was du kriegen kannst!“, fordert dazu auf, alles zu akzeptieren, das einem gegeben wird – egal, worum es sich handelt. Er suggeriert, dass man dankbar sein muss, überhaupt etwas zu bekommen. Dass man sich nicht beschweren darf. Und dass man alles an sich reißen sollte, ohne zu hinterfragen, ob man genau dieses eigentlich wirklich möchte. Denn es könnte ja schließlich sein, dass nichts anderes mehr kommt! Da darf man nicht zimperlich oder wählerisch sein, oder?

 

Mit dem Erreichen von mehr Wohlstand und Zufriedenheit hat das nichts zu tun.

 

Meiner Meinung nach ist sogar das Gegenteil der Fall.

Menschen, die mit diesem Glaubenssatz leben, umgeben sich mit jeder Menge „Kram“ und achten dabei nicht auf das, was sie eigentlich wirklich wollen. Oft kennen sie ihre Präferenzen nicht einmal, weil sie nie gelernt haben, auf ihre innersten Bedürfnisse zu hören. Sie wissen nicht, was sie wollen, was sie glücklich machen würde.

Das, was da ist, muss gut genug sein, denn genau so haben sie es vermittelt bekommen. Und daraus entsteht ein ewiges unterschwelliges Gefühl von innerer Leere. Es ist, als würde der Körper nach Vitaminen schreien, aber immer nur Fastfood bekommen.

Viele Menschen mit dem Glaubenssatz „Nimm, was du kriegen kannst!“ kommen allerdings nicht einmal auf die Idee, dass sie auch etwas anderes haben und sein, sich mit anderen Dingen und Tätigkeiten umgeben könnten. Dass sie die Vitamine bekommen können, anstatt immer nur das Fastfood runterzuwürgen. Schließlich sind sie ja froh, überhaupt etwas zu haben und zu sein. Ob das wirklich glücklich macht, wird oft gar nicht hinterfragt.

Sobald aber einmal das Bewusstsein für solche wunden Punkte geweckt ist, kann mit diesen alten Glaubenssätzen gearbeitet werden. Die Veränderungen, die im Zuge dessen entstehen, sind oft beeindruckend.

 

Wieso erzähle ich dir das alles?

 

Vielleicht steckt auch in deinen Mustern (unbewusst) dieser fatale Glaubenssatz? Wirf bitte einmal einen Blick auf dein aktuelles Leben.

Womit umgibst du dich?

Wie kleidest du dich? Wie sieht deine Wohnung aus? Welcher Tätigkeit gehst du nach, welche Hobbies hast du? Mit wem bist du befreundet, mit wem führst du eine Beziehung? Wie sieht es auf deinem Konto aus? Bist du überhaupt bereit für mehr Wohlstand und Erfüllung? (Und wusstest du, dass der Zustand deines Portemonnaies dazu beitragen kann, deine finanzielle Situation zu verbessern?)

Das, was dich umgibt, ist ein Spiegel – es zeigt dir sehr genau, was du im entsprechenden Lebensbereich tolerierst. Ein zugemüllter Schreibtisch zeigt deine momentane Einstellung zu deiner Arbeit sehr deutlich.

Wenn du nur Kleidung im Schrank hast, die dich nicht glücklich macht und deine Persönlichkeit nicht zur Geltung bringt, dann zeigt dir das etwas über deine Fähigkeit, dich wertzuschätzen und deine Vorzüge zu präsentieren. Wenn du kein Geld in dein Leben ziehen kannst, oder es dir immer wieder sofort durch die Finger fließt, dann zeigt dir das etwas über deine Geldblockaden.

Es gibt für jeden von uns etwas, das stimmig ist und sich richtig gut anfühlt. (Um im heutigen Beitragsbild zu bleiben: Sozusagen den für uns passenden Kürbis in einer riesigen Auswahl unterschiedlicher Kürbissorten.) Wichtig ist, dass wir eine bewusste Wahl treffen und uns für das entscheiden, was wir wirklich wollen. Und dafür muss man eben auch vieles gehenlassen oder ablehnen, weil es nicht das ist, was man möchte.

 

Ich liebe es, mich von Falschem und Unwichtigem zu trennen.

 

Das gilt für „Dinge“ ebenso wie für überholte Glaubenssätze, falsche Freunde und alles, was nicht zu mir passt. Dieses Decluttering ist ein permanenter Prozess und hört eigentlich niemals auf. Denn natürlich entwickeln wir uns selbst auch ständig weiter.

(Apropos Freunde: sind wir eigentlich schon auf Facebook miteinander befreundet? auf meiner Flowpreneur-Facebookseite findest du immer wieder unterstützende Beiträge rund um die Themen Money, Mindset und Flow.)

Es mag hart klingen, aber indem du etwas tolerierst, das dich nicht glücklich macht, verharrst du eben genau dort: in einem Zustand, der dich nicht glücklich macht.

„Nimm, was du kriegen kannst!“ ist also keine zufriedenstellende Option! Diese Annahme führt dazu, sich mit allem möglichen zu umgeben, obwohl es vielleicht gar nicht zu uns passt. Der weitaus bessere Gedanke geht auf Marie Kondo* zurück, und lautet: „Erfüllt es mich mit Freude?“

Erfüllt dich das, was du um dich herum hast, wirklich mit Freude? Ist das, was du tust, wirklich dein Ding? Sind die Menschen, mit denen du zu tun hast, Unterstützer oder Blockierer?

Du musst nicht zwangsläufig zum Minimalisten werden. Decluttering bedeutet nicht, dass weniger automatisch mehr ist – aber oft führt es ganz von selbst genau dorthin. Weil es erfüllend ist, Raum um sich zu haben. Und weil es glücklich macht, nur noch von dem umgeben zu sein, was uns zufrieden macht.

 

Und was hat Decluttering mit deinem Money Mindset zu tun?

 

Jede Menge! Geld ist schließlich ein wichtiger Lebensbereich.

Auch in Bezug auf dein Money Mindset ist konsequentes Entrümpeln der unverzichtbare erste Schritt. Wenn du dir ansiehst, wie du momentan zu Geld stehst – welche alten Glaubenssätze trägst du mit dir herum? Welche Annahmen über Geld haben dich geprägt? Und welche Auswirkungen hat dieses Denken für dein heutiges Leben?

Blockierst du dich selbst durch Gedanken, die du einmal angenommen hast, obwohl sie dir gar nicht entsprechen? Sabotierst du Geld, das eigentlich zu dir fließen möchte, weil du zu viel (gedanklichen und realen) Müll mit dir herumträgst?

Gerade Frauen sind oft wahre Meisterinnen darin, Geld sehr effektiv von sich fernzuhalten! Mehr dazu findest du auch in meinem Artikel Lass uns über Geld reden, Schätzchen.


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Es kann sehr heilsam sein, das Leben sanft abzuklopfen und auf allen Ebenen mit dem Entrümpeln zu beginnen.

Vieles davon wird dir leicht fallen, anderes dagegen sehr schwer. Aber indem du abgibst, was dir nicht entspricht, schaffst du Raum für mehr von dem, das wirklich zu dir passt. Und nur so findet auch mehr von dem, was dich wirklich mit Glück erfüllt, in dein Leben. Mehr Glück, mehr Wohlstand, mehr Zufriedenheit.

Ich habe es getestet. Ausführlich. Und du kannst mir glauben – es funktioniert!

Fang an, aufzuräumen.

Und falls du zu den Menschen gehörst, für die sich „Nimm, was du kriegen kannst!“ fatal vertraut anhört (und anfühlt!) – ja, dann nimm! Nimm dir bewusst die Zeit, um herauszufinden, was du eigentlich wirklich möchtest.

Es geht nicht nur um mehr Wohlstand (auch, wenn eine verbesserte finanzielle Situation immer vor allem auch mehr Handlungsspielraum bedeutet). Es geht um die Gestaltung all der Lebensbereiche, die dir wichtig sind. Was macht dich glücklich? Was erfüllt dich mit Freude, was lässt dich zufrieden und entspannt sein?

Finde es heraus – und dann zieh genau das in dein Leben! Falls große Veränderungen damit verbunden sind, dann eben Stück für Stück. Nicht alles muss sofort passieren, und du musst nicht alle Schritte auf einmal gehen, aber das Bewusstsein darüber, was du wirklich möchtest, ist der Startschuss für wirksame Veränderungen. Zur Hilfestellung empfehle ich dir gerne noch meinen Artikel über mein wichtigstes Tool für ein positives Mindset – und natürlich auch meine Coachings.

Womit fängst du noch heute an?

 

*Affiliate Link

Sandra

Sandra

Sandra ist der kreative Kopf hinter Flowpreneur und schreibt über Business, Money-Mindset, Leben und Reisen.
Sandra
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