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Ein sonniger Morgen. Die Stadt erwacht ganz langsam, und mit ihr all die wundervollen Möglichkeiten eines neuen Tages. Ich stehe auf, mache mir einen Kaffee, genieße die morgendliche Stille in der Küche.

In Gedanken strukturiere ich meinen Tag, dann nehme ich mir zehn Minuten und schreibe meine Pläne, Ziele und Träume in mein Manifestations-Journal. Normalerweise bin ich danach hochmotiviert, voller Energie und mit positiven Gedanken geflutet. Ein sehr schöner Zustand, mit dem sich die Pläne des Tages gut angehen lassen. So weit, so gut.


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Und dann passiert gerne mal das, was jedem von uns jeden Tag immer wieder passiert.

 

Eine Email, die mein so wundervoll durchgeplantes Konzept durchkreuzt. Eine Nachricht auf der Mailbox, die meine Laune in den Keller jagt. Kurzfristig abgesagte Termine. Zahlungsunfähige Kunden. Auf der Straße gerate ich fast unter einen Bus. Im Supermarkt steht neben mir ein Mann, dessen After Shave mich an einen seit vielen Jahren verflossenen Ex erinnert. Und als ich zum Arbeiten ins Café gehe, streikt dort das WLan und alles verzögert sich bis zum Sankt Nimmerleins Tag.

Ich werde dünnhäutig. In der Folge steigt Frustration auf, oder ich beginne mir Sorgen zu machen, ob ich alles rechtzeitig schaffe. Im Extremfall stelle ich mein gesamtes Lebenskonzept in Frage. (Okay, dafür muss schon einiges passieren … Aber auch das kommt vor.)

 

Alles, was sich ereignet, erzeugt Emotionen. Und Emotionen haben die Macht, uns vollkommen aus der ursprünglichen Bahn zu werfen – wenn wir es zulassen.

 

Du erinnerst dich sicher auch an Ereignisse in deinem Leben, die dazu geführt haben, dass nichts mehr wie geplant funktionierte. Du warst plötzlich gedanklich und emotional viel zu sehr mit diesem Ereignis beschäftigt, als dass du noch sinnvoll deine Tagesaufgaben hättest erledigen können. Du fühltest dich blockiert. Vielleicht auch hilflos, ängstlich, wütend oder traurig. Du bist in all den Zweifeln und Sorgen, in Ängsten und Trauer regelrecht ertrunken.

Je nach Heftigkeit dessen, was passiert ist, kann eine solche Blockade nur ein kurzes Hindernis darstellen, oder sich über Wochen und Monate hinziehen. Und eines ist klar – je stärker etwas deine Gedanken und Gefühle in Beschlag nimmt, desto mehr Macht hat es auch über alles, was du sonst in deinem Leben zu erledigen hast.

Gerade nach heftigen Tiefschlägen brauchen wir Zeit, um wieder in Ordnung zu kommen. Völlig okay. Es ist, als müsste sich das innere System erst wieder einpendeln und neu justieren. Selbständige haben aber diese Zeit meistens nicht – als Selbständiger musst du funktionieren. Denn wenn du nicht arbeitest, kommt üblicherweise auch kein Geld ins Haus. (Die Ausnahme sind passive Einkommensquellen, die auch unabängig von deiner investierten Zeit und Aufmerksamkeit einfach weiterströmen. So etwas kann dir in schweren Lebenslagen tatsächlich den Hintern retten.)

 

Zurück zur konkreten Situation. Was kannst du tun, wenn belastende Gedanken und Emotionen dich immer wieder von wichtigen Aufgaben abhalten? Wenn sie dich lähmen, verzweifeln lassen, mutlos machen?

 

Tony Robbins hat dafür einen sehr guten Tipp: Gib den ganzen dich belastenden Gefühlen ein klares Zeitfenster von 90 Sekunden. Nimm dir diese Zeit und lasse alles zu, was aufsteigen will. Du kannst dich gerne auch vollkommen in den negativen Emotionen suhlen, du kannst wütend sein, traurig, kannst deine Angst zulassen, deine Frustration und deine Sorgen. Du kannst weinen und du kannst dir Hilflosigkeit eingestehen. Koste das komplett aus. Es ist erlaubt.

Aber: Es ist eben nur in diesem Zeitfenster erlaubt. Tauche in die negativen, belastenden und dich hemmenden Gefühle ein – aber ertrinke nicht darin. Das ist die einzige Regel, die du unbedingt einhalten musst.

 

Nach 90 Sekunden – notfalls Timer stellen! – schließt du mit einem tiefen Atemzug dieses Zeitfenster und wendest dich bewusst deinen zu erledigenden Aufgaben zu.

 

Du darfst deinen negativen Gefühlen und Gedanken die Botschaft mitgeben, dass sie nicht ausgesperrt sind. Sie werden von dir nicht ignoriert, du gibst ihnen einen klar festgelegten zeitlichen Rahmen. Sie wissen dann, dass sie wieder einen Termin bei dir bekommen können, und dass du sie nicht wegschiebst. Aber du lässt dich eben auch nicht endlos von negativen Erlebnissen, Gedanken und Gefühlen beeinflussen und dir so deine Macht zum Handeln nehmen.

 

Ich habe schon vor langer Zeit beschlossen, dass die Verantwortung für mein Leben einzig und allein in meinen Händen liegt. Eine tiefgreifende Entscheidung.

 

Und das bedeutet, dass ich auch für die Gedanken und Emotionen zuständig bin, denen ich Raum gebe. Natürlich habe ich keinen Einfluss auf das, was von Außen auf mich einströmt. Aber ich kann die Entscheidung treffen, wie ich darauf reagiere!

Ich habe – wie jeder von uns – in jedem Moment die Fähigkeit, meine Reaktion zu steuern. Und damit behalte ich die Macht bei mir. Ja, es gibt Tage, an denen alles schief geht. Es gibt sogar Wochen, in denen das so ist, und manches braucht Aufarbeitung und Zeit und Reflexion.

Aber nichts davon kann dich wirklich dauerhaft bis in die Grundfesten erschüttern, wenn du dir bewusst machst, dass du wählen kannst: du hast immer die Wahl, dich für das Positive zu entscheiden. Für das Weitermachen. Für den Fokus auf das, was wirklich wichtig ist. Auf diese Weise werden negative Erlebnisse zu Lehrern. Die 90-Sekunden-Strategie kann eine wertvolle Hilfe sein, um sich der eigenen Wahlmöglichkeiten bewusst zu werden.

By the way: Ein wirklich ganz tolles Buch, das ich dir unbedingt noch zum Thema Emotionen empfehlen möchte, ist Gefühle und Emotionen – Eine Gebrauchsanweisung. Wie emotionale Intelligenz entsteht.*

 

Und hier noch ein kurzes Video mit Tony Robbins über das mächtige Tool der 90-Sekunden-Regel

 

PS: Das funktioniert übrigens auch prima mit „zu positiven“ Emotionen. Jeder, der schon einmal wild frisch verliebt war, weiß, wie stark so etwas ablenken kann. Auch dann: 90 Sekunden Zeit dafür nehmen. Intensiv. Alles fühlen, durchleben, gerne auch mit Begeisterung hineinsteigern. Und nach diesem Zeitfenster wendest du dich bewusst wieder anderen Dingen zu.

 

 

Wie gehst du mit blockierenden Gedanken und Emotionen um? Was hilft dir, wenn du feststeckst? Teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit mir!

 

*Affiliate Link

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