Manche Menschen sind einfach atemberaubend faszinierend!

Man hängt geradezu an ihren Lippen und wünscht sich selbst dieses umwerfend überzeugende Charisma. Da stellt sich doch die Frage, ob man lernen kann, die eigene Faszination zu steigern? Geht so etwas? Kann man faszinierender wirken, indem man es einfach trainiert?

Ich folge schon seit einiger Zeit dem tollen Blog von Sandra Holze. Ihre Webseite strotzt nur so vor fundierter Information und Sandras Angebot ist eine große Hilfe für jeden, der sich ernsthaft mit dem Auf- und Ausbau eines Online-Business beschäftigt.

Letzte Woche postete meine Namensvetterin einen Beitrag zum Thema „Finde deinen It-Faktor“ und verwies dabei u.a. auf einen sehr interessanten Test von Sally Hogshead.

Sally Hogshead ist eine Branding-Expertin und beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen durch den bewussten Einsatz ihrer Persönlichkeitsanteile Faszination auslösen können. Es geht also nicht darum, jemand anderes zu werden, um mehr Erfolg zu haben! Vielmehr steckt all das, was wir brauchen, bereits in uns – wir müssen es nur lokalisieren und genau diese Stärken dann souverän ausspielen.

 

Laut Sally Hogshead basiert Faszination auf 7 Säulen

 

Innovation  //  Passion  //  Power  //  Prestige  //  Trust  //  Mystique  //  Alert

 

Jeder von uns nutzt zwei dieser Säulen ganz automatisch stärker als die anderen. Diese beiden Elemente überwiegen, und wir müssen nichts anderes tun, als sie bewusst nutzen und uns auf diese Stärken konzentrieren.

Die Vorteile liegen auf der Hand: zum einen bist du dann besonders authentisch. Du musst dich nicht verstellen, sondern schöpfst ganz automatisch aus deinen Ressourcen. Zum anderen musst du nichts völlig Neues erlernen oder trainieren – denn du bist eben einfach du und nutzt die Talente, die du ohnehin in die Wiege gelegt bekommen hast.

Klingt gut, oder?

Absolut!

Interessant wird es dann allerdings beim Thema „Sich die Erlaubnis geben“ …

Ich habe den Test auf Sally’s Webseite gemacht, weil mich Persönlichkeitsentwicklung immer interessiert. Das Ergebnis war für mich enorm spannend!

 

Ich bin ein „Rockstar“

 

Das ist der Persönlichkeitstyp, der sich durch die Kombination der Elemente „Innovation“ und „Passion“ zusammensetzt. „Rockstars“ sind „Bold“, „Artistic“, „Unorthodox“, „Revolutionary“ und „Sensational“.

Interessant!

Ich bin ein eher stiller und zurückgezogener Mensch, brauche viel Ruhe und Zeit für mich. Lärm ist mir zuwider und im Mittelpunkt stehen meistens auch. Das Attribut „Rockstar“ hätte ich mir jetzt nicht spontan gegeben. (Mehr dazu findest du auch in meinem Artikel Eine Murmel unter Würfeln – Wie du auch als Introvertierter erfolgreich sein kannst.)

Wenn ich aber darüber nachdenke, wie ich als Kind war, dann passt das alles wie die Faust aufs Auge!

Kinder verstellen sich noch nicht. Kinder sind, wie sie sind – bevor sie beginnen, sich anzupassen und alle möglichen Erwartungen zu erfüllen. Wenn ich in mich hineinhorche, dann finde ich dort eine ganz deutliche Bestätigung: ja, die Eigenschaften des „Rockstars“, so wie oben aufgeführt, sind meine. Es ist ein Treffer – trotz Introvertiertheit.

Noch einmal zurück zur Anpassung, die jeder von uns früher oder später durchläuft: wir lernen also, was sich „schickt“ und was (in dem Umfeld, in dem wir uns bewegen) eher nicht so angebracht ist. So weit, so gut.

Doch jetzt wird es tricky: Wer sagt denn, dass diese Anpassung an den allgemeinen Konsens auch das ist, was uns im Leben am meisten voranbringt? Macht uns das glücklich? Ausgeglichen? Führt es zu Erfolg und Seelenfrieden? Wie viel Anpassung ist hilfreich und gut, weil sie uns in ein soziales Gefüge einbindet – und ab welchem Maß an Anpassung verleugnen wir uns selbst und berauben uns damit unserer Kraft?

 

Wer Erwartungen erfüllt, nur um nicht anzuecken, wird damit andere glücklich machen. Aber niemals sich selbst.

 

Tief im Inneren wird immer etwas fehlen, und ein nagender Zweifel wird immer bleiben. Was, wenn ich … getan hätte? Was, wenn ich mich … getraut hätte? Was, wenn ich …?

Meine persönliche Horrorvorstellung war bis vor einigen Jahren, nach meinem Tod gefragt zu werden, was ich denn so mit meinem Leben angefangen habe. Und dann vor mir selbst zugeben zu müssen, dass ich diese wertvolle Chance nicht wahrgenommen habe, um das beste Ich zu werden, das ich sein kann. Meine Talente zu nutzen, spielerisch und neugierig zu bleiben und zu mir zu stehen.

Heute könnte ich in der nächsten Sekunde tot umfallen und wüsste, dass ich auf diese Frage mit einem Lächeln antworten kann. Weil ich mein Leben danach ausgerichtet habe, zufrieden zu sein und das zu machen, was ich machen möchte. Und weil ich mir erlaubt habe, das zu tun, was ich am besten kann. Ich werde ganz sicher niemals wieder damit aufhören.

 

Es ist unabdingbar, sich die Erlaubnis zu geben, ganz man Selbst zu sein.

 

Und manchmal fällt nichts schwerer als das. Gerade, wenn man von der Norm abweicht. Aber genau das kann eben auch die besondere Faszination eines Menschen ausmachen!

Vielleicht liest sich dein Lebenslauf so vertrauenserweckend wie der eines Zirkusclowns. Dann ist das eben so. Vielleicht tanzt du permanent aus der Reihe und haderst schon ewig damit, nie in eine der Schubladen zu passen, in denen alle anderen um dich herum es sich scheinbar so gemütlich gemacht haben. Vielleicht glaubst du auch, langweilig zu sein, weil deine natürlichen Stärken in stillen Arealen liegen, die niemandem sofort auffallen – die aber deshalb nicht weniger wichtig sind!

Deine Individualität ist der Schlüssel dafür, wie faszinierend du auf andere wirkst. Du kannst nun permanent gegen dich arbeiten, und mehr oder weniger verzweifelt versuchen, einem „Ideal“ zu entsprechen, das in deinem Job etc. (vermeintlich) erwartet wird.

Oder du kannst einfach du selbst sein. Und so auf ganz selbstverständliche Art faszinierend wirken.

Your choice.

In meinem Fall bestärkt mich das Ergebnis dieses Tests in einigen sehr wichtigen Erkenntnissen der letzten Jahre. Ich darf es anders machen. Ich darf komplett Ich sein. Noch mehr und noch eigensinniger und noch deutlicher. Mit Kurven, Ecken und Kanten, mit großer Begeisterung und einem ehrlichen Lachen. Und du darfst das auch!

 

Es geht darum, dein Leuchten nach außen zu bringen.

 

Wenn du ein Visionär bist, dann trau dich, deine Ideen zu teilen! Wenn du Sicherheiten liebst, dann vermittle Sicherheiten! Wenn du ein spielerischer Typ bist, dann mach das Leben zu einem Spiel, bei dem wir alle letztlich gewinnen! Und wenn du ein Rockstar bist – dann bleib nicht hinter dem Vorhang stehen, sondern geh auf deine Bühne!

Meine Bühne sind schon lange meine Bücher, meine Kunst, und nicht zuletzt auch meine Arbeit mit Menschen. Und es warten ganz sicher noch viele andere Bühnen darauf, entdeckt zu werden. Ich werde mich dort hinstellen. Immer wieder andere und neue verrückte Sachen ausprobieren. Einfach weiterhin mein Ding machen. Weil es das ist, was mir am meisten liegt. Wem das nicht passt, der darf gerne weggucken. Er wird woanders Menschen finden, die ihn faszinieren und inspirieren. Auf eben ihre ganz eigene authentische Art und Weise. Und das ist auch in Ordnung so.

Es gibt übrigens auch ein Buch zu genau dieser Thematik von Sally Hogshead: Wie die Welt dich sieht. Herausfinden, wie man auf andere wirkt – und sie erfolgreich fasziniert.* Darin kannst du nachlesen, welche Typen es gibt (Spoiler: es sind 49 Archetypen) und dich selbst besser einordnen lernen.

Die englische Fassung des Buches gibt es auch als Kindle-Ebook-Version.*

 

 

Weißt du, wie du andere Menschen faszinieren kannst? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Traust du dich, dein Leuchten nach außen zu bringen? Lass mir gerne einen Kommentar dazu da!

 

*Affiliate Link

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