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Kurze spontane Zwischenmeldung aus dem Urlaub, weil es einfach so schön ist:

Vor knapp 2 Jahren veröffentlichte ich mein Arbeitsbuch Hashimoto als Chance*. Es gab zu diesem Zeitpunkt bereits einige sehr gute Bücher mit den medizinischen Grundlagen zum Thema Hashimoto Thyreoiditis auf dem Markt – aber keine Autorin und kein Autor befasste sich mit dem, was nach der Diagnose psychisch in den Patienten vor sich geht. Dabei hat diese ganzheitliche Sicht meiner Meinung nach entscheidende Bedeutung für den besseren Umgang mit Erkrankungen.

Ich weiß selbst, was es bedeutet, mit einer Autoimmunerkrankung zu leben, und ich arbeite in meiner Naturheilpraxis seit vielen Jahren vor allem mit dieser Thematik. Mit meinem Buch wollte ich die Hintergründe dieses Autoimmunprozesses beleuchten und es Betroffenen leichter machen, sich mit individuellen blockierenden Mustern auseinanderzusetzen.

Wenn man weiß, was genau „triggert“, kann man daran arbeiten. Und je besser man sich selbst und den eigenen Autoimmunvorgang kennt, desto leichter lässt sich auch auf Dauer damit leben.

 

Die Hashimoto Thyreoiditis und ich leben seit über 20 Jahren miteinander

 

Inzwischen haben wir uns gut arrangiert. Gelegentlich geraten wir noch aneinander, aber diese Phasen gehen auch schnell wieder vorbei und meistens verläuft unsere Coexistenz friedlich. Dies hat nicht zuletzt damit zu tun, dass ich meine persönlichen Trigger kenne und mein Leben in Folge weitgehend so gestaltet habe, wie es für mich eben am besten ist.

Das bedeutet zum Beispiel, dass ich klare Grenzen setze, dass ich mich nicht mit Menschen umgebe, die mir nicht guttun, dass ich mein Arbeitsleben freiberuflich bestreite (und so auch flexibel auf eventuell auftretende Schwankungen im Krankheitsverlauf reagieren kann) und dass ich mir neben all meinen schönen Projekten auch viel Ruhe und Zeit für mich gönne. (Mehr zum Thema findest du auch in meinem Artikel Selbständig trotz Autoimmunerkrankung- Oder gerade deshalb?)

Heute habe ich gesehen, dass Hashimoto als Chance* zum wiederholten Mal in der Amazon Bestsellerliste auf Platz 1 geklettert ist. Und ganz ehrlich – ich freue mich in solchen Momenten jedes Mal wieder wie ein kleines Kind zu Weihnachten!

Das Buch hilft nun seit fast 2 Jahren Betroffenen dabei, sich tiefer mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen und neue Wege zur Bewältigung zu beschreiten. Und damit ist es für mich weitaus mehr als einfach nur eine Quelle für passives Einkommen. Es ist ein Ratgeber, der Menschen durch seine positive Ausrichtung weiterhilft. Allerdings ist auch hier Eigeninitiative unabdingbar, denn es handelt sich um ein Arbeitsbuch. Lesen allein wird zwar neue Erkenntnisse bringen, aber wirkliche Aha-Effekte und eine Transformation erreicht man immer nur, indem man sich tief auf etwas einlässt. Dazu möchte ich einladen.

 

Leben mit Hashimoto Thyreoiditis

Ich halte nichts davon, Hashimoto zu verteufeln, oder abfällig über die Erkrankung zu sprechen. Ich verstehe, dass es sehr anstrengend und nervenaufreibend sein kann, sich immer wieder mit einer schwankenden Symptomatik zu arrangieren. Und mir ist aus eigener Erfahrung bewusst, dass Hashimoto das gesamte Leben immer wieder durcheinander wirbeln kann.

Dennoch läuft mir jedes Mal ein eisiger Schauer über den Rücken, wenn ich mitbekomme, dass Betroffene verächtlich von ihrer „Schildkröte“ reden. „Die Kröte spinnt mal wieder!“, las ich letztens. Es mag sein, dass diese Worte im akuten Moment helfen, mit der Überforderung besser umzugehen, aber sie spiegeln gleichzeitig eine tiefe Verachtung für den chronischen Prozess, der im eigenen Körper vor sich geht.

Wäre es nicht hilfreicher, mit sich selbst die Versöhnung zu suchen, anstatt auf einem Organ herumzuhacken, das lediglich Opfer einer Autoimmunreaktion geworden ist?

Ebenso wenig halte ich von Verniedlichungen. „Wir Hashis“ – das ist eine Formulierung, mit der ich mich nie anfreunden konnte. Denn zum einen gleicht kein Autoimmunprozess dem anderen, jeder ist so individuell wie der betroffene Mensch, der damit leben muss. Zum anderen sorgt diese Verniedlichungsform dafür, dass die Erkrankung in der Allgemeinheit nicht die ernsthafte Aufmerksamkeit erfährt, die sie verdient.

Ich werde niemals von mir als „Hashi“ sprechen, denn das bin ich nicht. Ich bin eine Frau, die an einer Hashimoto Thyreoiditis erkrankt ist und damit lebt.

Was bleibt noch zu sagen? Ich bin froh, dieses Buch geschrieben zu haben. Und ich bin froh, dass es so gut angenommen wird. (Dass ich unter dem Pseudonym Rea Bachmann schreibe, ist ein kleiner Spleen von mir – ich nutze für meine Bücher unterschiedlichster Genres generell Pseudonyme.) Inzwischen gibt es übrigens auch eine englischsprachige Ausgabe.

Ich hoffe, dass der Ratgeber auch in Zukunft noch vielen Menschen hilft. Die Hashimoto Erkrankung nicht nur als chronische Belastung und Einschränkung zu sehen, sondern als wertvolle Chance, um das eigene Leben zu überprüfen und Schritt für Schritt glücklicher zu gestalten – dies war mein Wunsch für meine Leser.

Ein wenig unberechenbar bleiben Autoimmunvorgänge (zumindest nach aktuellem Stand) immer. Aber wenn ich mit meinem Buch das Leben auch nur eines einzigen Betroffenen leichter und somit besser gemacht habe, dann hat Hashimoto als Chance* seinen Zweck bereits erfüllt…

 

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Sandra

Sandra

Sandra ist der kreative Kopf hinter Flowpreneur und schreibt über Business, Money-Mindset, Leben und Reisen.
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