Share

Im Hochsommer effektiv arbeiten – manchen treibt allein schon dieser Gedanke den Schweiß auf die Stirn…

Und gerade Selbständige und Freiberufler, die im Sommer im Homeoffice, in Coworking-Spaces oder in Cafés arbeiten, kämpfen oft mit den veränderten Bedingungen bei Hitze. Da ist es nicht immer leicht, die Motivation oben zu halten.

Berlin ist momentan mit einem sehr schwankenden Sommer gesegnet – trockene Hitze wechselt mit unwetterartigen Regenfällen und Abkühlung ab, nur um dann beim nächsten aufkommenden Sonnenschein in unerträglich tropische Schwüle überzugehen. Das kann anstrengend sein, den Kreislauf auf Achterbahnfahrt schicken und sich nicht zuletzt negativ auf die eigene Arbeitsmoral auswirken.

Ich bin für den Sommer übrigens nicht wirklich gebaut. Vielleicht liegt es an den Genen … Als Halbirin funktioniere ich bis maximal 25 Grad einwandfrei, danach wird es mühsam. Ich habe schon immer Menschen bewundert, die jenseits der 30 Grad ihre Höchstform abrufen – aber bei mir ist es eben nicht so, und das wird sich in diesem Leben auch höchstwahrscheinlich nicht mehr ändern.

Irgendwie muss der Laden aber trotzdem weiterlaufen, und da gilt es sich einfach mit Hitze, Schwüle und dem nicht zu unterschätzenden sommerlichem Motivationsloch zu arrangieren.

In diesem Artikel liefere ich dir deshalb meine ultimativen Tipps, damit du auch bei Hitze effektiv arbeiten kannst.

 

Passe deine Arbeitszeiten an die hohen Temperaturen an

Du kennst sicher deine innere Uhr und weißt, wann du von Natur aus am besten arbeiten kannst. Nachteulen und Early Birds haben es im Sommer oft leichter, da sie die relativ kühlen Temperaturen in den Nacht- und Morgenstunden für sich nutzen können.

Ich bin eine Morgenarbeiterin, und stehe gerne sehr früh auf – im Sommer ist das perfekt. Wenn es ohnehin schon morgens um 4 Uhr hell wird, dann kann ich auch ganz früh loslegen, und einen großen Teil meiner wichtigen Tagesaufgaben erledigen, noch bevor sich die Hitze über die Stadt legt.

Wenn es nicht vollkommen gegen deine übliche innere Uhr ist (und du als Freiberufler oder Unternehmer selbst entscheiden kannst, wann, wo und wie du arbeitest) kann ich dir nur empfehlen, das Arbeiten in die ganz frühen Morgenstunden oder in die Nacht zu verlegen.

 

Passe deinen Arbeitsort an die sommerliche Hitze an

Sommer im Homeoffice kann auch sehr schöne Seiten haben! Ganz früh morgens arbeite ich bei offener Balkontür, oder noch direkt auf dem Balkon. Ein weiterer Vorteil ist meine typische Berliner Altbauwohnung, in der sich auch im Sommer die Kühle angenehm hält. (Falls du also schon immer überlegt hast, dir einen Atbau in Berlin zuzulegen – dies ist ein weiteres nicht zu vernachlässigendes Pro-Argument!)

Später am Tag ist es dann meist schlauer, Fenster und Türen geschlossen und die Sonne durch Rolläden oder ähnliches draußen zu halten. Ich persönlich mag es nicht, so „abgeschottet“ zu sein – aber glücklicherweise bin ich ja zu Zeiten, in denen es wirklich warm wird, mit meinem Tagewerk meistens auch schon fertig.

Du kannst natürlich auch einen Ort aufsuchen, der klimatisiert ist, wenn du so besser arbeiten kannst, oder dir einen Ventilator zulegen. (Ich selbst fange mir bei Klimanlagen bzw Ventilatoren allerdings immer gerne Erkältungen oder Muskelverspannungen ein und meide so etwas deshalb lieber.)

Es schadet definitiv nicht, sich das Homeoffice so schön wie möglich zu machen. Was brauchst du, um nicht nur produktiv zu sein, sondern dich dabei auch wohl zu fühlen? Manchmal genügen einige kleine Veränderungen, und Arbeit fühlt sich schon fast wie Urlaub an.

Übrigens: falls du gerade ein wenig Geld auf der hohen Kante und ein Plätzchen im Garten frei hast, kannst du dir mit einem Gardenoffice das Leben und Arbeiten versüßen. Ich muss zugeben, die Bürocubes begeistern mich. Fast so gut wie ein kühler Berliner Altbau!

 

Nutze das Sommerloch für entspannteres Arbeiten

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Das bedeutet für viele Selbständige und Freiberufler, dass im Sommer weniger Kundenaufträge reinkommen. Alles dümpelt ein wenig im Halbschlaf vor sich hin. Anstatt in Panik auszubrechen, und dir Sorgen um deine Existenz zu machen – Ja, es wird wieder anders! Glaub mir! – kannst du das Sommerloch aber auch einfach aussitzen und dich mit grundlegenden Fragen in Bezug auf dein Business beschäftigen.

Fahre deine Arbeitszeit herunter.

Ziehe Bilanz: Was ist im ersten Halbjahr passiert? Hast du deine Ziele erreicht? Wo stehst du gerade? Was lief gut und kann so weitergeführt werden?

Nutze das Sommerloch, um das zweite Halbjahr des Jahres zu planen. Welche Projekte möchtest du noch umsetzen? Was muss sich verändern, um besser zu werden?

Plane die kommenden Monate und arbeite vor. Blogartikel schreiben, Podcasts aufnehmen, Videos drehen, Social Media Content vorbereiten – all solche Dinge lassen sich prima im Sommerloch unterbringen. Überlege einfach, welche Aufgaben du schon jetzt für später abarbeiten kannst.

Und für ganz Verwegene: Hey, mach einfach auch mal Urlaub! 





 

Passe deine Gewohnheiten an sommerliche Bedingungen an

Es gibt noch einige grundsätzliche Regeln, die das Arbeiten im Sommer leichter machen:

 

1) Trinken! Klingt banal, aber mit einer Exsikkose ist nicht zu spaßen. Wer zu wenig trinkt, denkt zudem schlechter. Da du nicht nur gesund bleiben, sondern auch gute Arbeit leisten möchtest, sorge bitte für eine ausreichende Trinkmenge. Ich stelle mir direkt morgens eine große Karaffe Wasser an den Arbeitsplatz. Die wird dann mehrfach am Tag aufgefüllt. Da ich trotzdem während der Arbeit oft „vergesse“, zu trinken, stelle ich mir halbstündig den Timer im Handy. So werde ich regelmäßig ans Trinken erinnert.

 

Wasser ist definitiv mein bester Begleiter für einen produktiven Tag im Homeoffice. Für den Vitamin-Extrakick eignen sich zudem frisch gepresste Säfte wunderbar. (Meine momentane Lieblingskombi: Melone, Kokoswasser und Minze – yummi!)

 

Und was ist mit Kaffee und Co? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Da Kaffee allerdings entwässert, und mich zudem unangenehm hibbelig macht, verzichte ich (bis auf meinen geliebten Becher Bulletproof-Coffee am Morgen) auf Koffein.

 

2) Für Sportler – wenn du Sport treibst, mach das nicht gerade in der Mittagshitze, sondern weiche auf den frühen Morgen oder die Abendstunden aus. Sollte eigentlich klar sein, oder? Und auch da gilt: bitte mehr als nur ausreichend Trinken!

 

3) Zwischendurch abkühlen! Optimal ist natürlich ein See vor dem Haus, aber diesen Luxus dürften nur die wenigsten von uns zur direkten Verfügung haben. Für eine Abkühlung zwischendurch eignet sich aber auch einfach eine kurze Dusche. Noch ein Vorteil des Homeoffice …

 

Wenn du unterwegs bist, kannst du dir ganz einfach kaltes Wasser über die Handgelenke fließen lassen, oder aber deine Arme und dein Gesicht mit einem Tuch abreiben, das du mit kaltem Wasser getränkt hast. So ein Tuch kann man beim Arbeiten auch prima in den Nacken legen.

 

An ganz heißen Tagen stelle ich mir auch schon mal eine Schüssel mit kaltem Wasser unter den Schreibtisch – mit den Füßen im kühlen Nass arbeitet es sich dann auch fast wie im Urlaub!

 

Falls du Make Up trägst, das du nicht zerstören möchtest: kühlende Gesichtssprays versorgen mit Feuchtigkeit und wirken oft Wunder. Ich selbst mag am liebsten diesen Klassiker hier: Eau Thermale von Avène*. Nur, weil man im Homeoffice arbeitet, muss man ja schließlich nicht wie der letzte Schlumpi aussehen …

 

Wenn du zu Wassereinlagerungen neigst, oder Venenprobleme hast, kann sich das bei sitzender Tätigkeit besonders unangenehm in den Beinen bemerkbar machen. Auch hier gilt: viel trinken. Zwischendurch immer mal wieder aufstehen und herumgehen, ab und an die Beine hochlegen. Abends kann ein kühlendes Beingel hilfreich sein.

 

4) Such den Aus-Knopf! Schalte alles ab, was unnötig Wärme abstrahlt. Das gilt für Drucker, Kopiergeräte, Lampen und ähnliches. Was auch immer die Raumtemperatur erhöht, ohne, dass du es gerade für die Arbeit benötigst: Aus!

 

 5) Richtig essen. Die meisten Menschen haben bei hohen Temperaturen ohnehin nur wenig Appetit. Achte darauf, deinen Körper nicht unnötig zu belasten. Fertigfood macht nicht nur träge, sondern auch dämlich. (Oder hattest du nach einem Burger oder der Mohnschnecke vom Bäcker schon einmal eine wirklich gute kreative Idee? Nein. Wusste ich es doch …).

 

Ich selbst ernähre mich wegen meiner Hashimoto Thyreoiditis nach dem Paleo-Prinzip (mal mit Ketose, mal ohne), und komme damit auch im Sommer sehr gut zurecht. Durch meine Autoimmunerkrankung habe ich gelernt, sehr achtsam mit meinen Bedürfnissen umzugehen und besonders gut auf mich aufzupassen. Das ist besonders wichtig, wenn man mit Autoimmunerkrankung selbständig arbeitet.

 

Klare Strukturen erleichtern das Arbeiten im Sommer

Ich bin ohnehin ein Fan von gut durchgeplanter Arbeit. Gerade im Sommer frage ich mich allerdings noch konsequenter als sonst: Bin ich für mein Business gerade produktiv – oder bin ich nur aktiv? Nutze ich meine Zeit für Aufgaben, die mich voran- und/oder Geld einbringen – oder sieht das witzigerweise nur so aus?

Es ist einfach schade, Zeit mit unnötigem Kram zu vergeuden, wenn draußen die sommerliche Stadt auf Erkundung wartet, die Brandenburger Seen besucht werden wollen, oder man auch einfach auf dem Balkon ein schönes Buch lesen könnte.

Jeden Morgen notiere ich mir daher die für den Tag anstehenden Aufgaben. Dann wird delegiert, was delegiert werden kann, und gestrichen, was unnötig ist. (Mehr dazu findest du auch in meinem Artikel 5 Strategien, um mit weniger Arbeit mehr Geld zu verdienen.)

Wenn ich dann konkret weiß, was für den Tag ansteht, folgt noch ein entscheidender Punkt, der mir das Arbeiten deutlich erleichtert: ich teile die Aufgaben in Blöcke ein und fasse zusammen, was sich ähnelt.

Es gibt also zum Beispiel einen zeitlichen Block für Aufgaben, bei denen ich kreativ schreibend arbeite – Blogposts oder Kapitel an neuen Büchern gehören dazu. Ein anderer zeitlicher Block befasst sich dann mit Buchhaltung, ein weiterer mit dem Verfassen von Mails an Kunden. Auch Telefonate führe ich gebündelt als Block.

Auf diese Weise kann ich mich immer voll und ganz auf eine Tätigkeit konzentrieren, und brauche so viel weniger Energie, als wenn ich ständig zwischen Aufgaben springe. Fokus halten lautet das Zauberwort. Nur so ist es möglich, in einen Arbeitsflow zu kommen, und nicht nur effektiv sondern auch entspannt und mit Freude zu arbeiten.

Gerade im Sommer, wenn die Motivation ohnehin lieber am See liegt, als im Homeoffice zu schwitzen, empfinde ich die Unterteilung meiner Aufgaben in thematische und zeitliche Blöcke als unglaublich sinnvoll. Probiere es einfach einmal aus – ich bin sicher, du wirst begeistert sein!

Grundsätzlich gilt einfach auch im Sommer für alle Selbständigen und Freiberufler: achte auf deine Bedürfnisse und mache es dir so schön wie möglich. Respektiere deine Grenzen, gönne dir selbst genug Pausen und Erholung, sorge für den Ausgleich, den du brauchst. Konzentriere dich auf das, was du liebst, dann kann auch bei Hitze die Arbeit gut von der Hand gehen. Und fühlt sich vielleicht sogar ein wenig wie Urlaub an…

Hm, okay – du kannst dein Homeoffice nicht mehr sehen und brauchst wirklich Urlaub? Dann nichts wie weg! Manchmal ist nichts besser als eine kleine Reise, um danach umso motivierter wieder durchzustarten. Für Flugpreisvergleiche kann ich dir Idealo empfehlen, und Unterkünfte aller Art gibt es bei Booking. Hier die Links dazu – viel Spaß beim Stöbern und Buchen!

Die günstigsten verfügbaren Flüge*


Hotels, B&Bs, Wohnungen, Hostels*


 

Wie arbeitest du im Sommer am liebsten? Und was sind deine Tipps für Produktivität trotz Hitze? Lass mir gerne einen Kommentar da!

 

 

*Affiliate Link

 

Merken

Merken

Merken

Sandra

Sandra

Sandra ist der kreative Kopf hinter Flowpreneur und schreibt über Business, Money-Mindset, Leben und Reisen.
Sandra
Share

Mehr Flow für alle!

Teile den Beitrag mit deinen Freunden

Mehr Flow im Alltag? Trage dich für den Newsletter ein!
x