Hast du Dirty Dancing gesehen?

Na klar hast du Dirty Dancing gesehen! (Falls nicht – nachholen! Am besten gemeinsam mit guten Freundinnen. Und die Melone nicht vergessen!)

Im Film gibt es eine Szene, in der Patrick Swayze und Jennifer Grey über die Definition des Tanzbereiches reden.

„Dies ist mein Tanzbereich und das ist dein Tanzbereich. Du hast nichts in meinem Bereich zu suchen und ich nichts in deinem. Du musst den Abstand halten!“

 

Was sagt uns das nun für den Erfolg im Business?

Ganz einfach: manchmal tanzt jemand (oder etwas) rotzfrech in deinen Tanzbereich, und nimmt dir damit den Raum, dich frei zu bewegen. Es kann sich dabei um Menschen handeln, die mit deinen Plänen und deinem Tun (aus welchen Gründen auch immer) nicht einverstanden sind, und dich aus dem Konzept bringen wollen.

Oder du kannst vom Alltagswahnsinn regelrecht erschlagen werden, wenn du alles und jeden unverblümt in deinen Tanzbereich latschen lässt. (Mal ehrlich, wie viele Fenster hast du gerade am Rechner geöffnet? Und wie oft summt das Handy, weil eine Messenger-Nachricht eintrudelt? All diese Ablenkungen stören deinen Tanz …).

Du kannst aber auch mit inneren Blockaden zu tun bekommen, die das Tanzen hölzern oder nahezu unmöglich machen – zum Beispiel in Form von Ängsten oder Zweifeln.

In solchen Phasen ist es elementar wichtig, die richtigen Schritte einzuleiten. Du musst deinen Tanzbereich verteidigen. Der gehört nämlich dir – egal, was passiert. Er ist so etwas wie eine heilige Zone, auf die nicht jeder Hans und Franz Zugriff haben sollte.

Innerhalb deines Tanzbereiches gehst du in Aktion, und hierhin ziehst du dich auch zurück. Hier entscheidest du über alles, was in deinem Leben geschehen soll. In deinem Tanzbereich steckt nicht zuletzt die Kraft, mit der du deine Projekte voranbringst. Es ist der Raum, in dem du ungestört und frei agierst, in dem du experimentieren und dich ausprobieren kannst. Sorge dafür, dass ihn nichts und niemand für sich vereinnahmt, und dir damit die Bewegungsfreiheit nimmt.

 

Der einfachste Weg, um mit Störungen umzugehen: Realisieren, dass sie da sind. Akzeptieren. Und ignorieren.

Kennst du auch diese Leute, die permanent lästern, jammern, oder dich und andere niedermachen? Die niemals zufrieden sind, denen Zynismus, Frust oder Hass aus jeder Pore dringt, oder die immer in der Opferposition betüdelt werden wollen?

Solche Leute sind enorm langweilig, weil sie ihr Leben nicht selbst gestalten, sondern stets nur um andere Menschen kreisen. Ist ja auch leichter, nicht wahr? Motzen geht immer. Kann jeder. Um etwas auf die Beine zu stellen, braucht es aber Mut und Rückgrat.

Genau das haben diese Menschen aber nicht. Und sie werde es auch niemals entwickeln, weil sie sich immer für den bequemen Weg entscheiden. Tue dir den Gefallen und ignoriere Nörgler, Zweifler, Langweiler und Hater, wenn sie dir begegnen. Meide sie. Du hast deutlich Wichtigeres zu tun, als dich solchen Energiefressern zu widmen.

Beschäftige dich stattdessen mit Menschen, die dich stärken und die deine Aktivitäten unterstützen. Suche dir Leute, die wie du unterwegs sind. Menschen mit gleichen Ziele, ähnlichen Träumen, mit dem gleichen hohen Maß an Motivation. Du wirst dich in einem solchen Umfeld deutlich besser fühlen – schon deshalb, weil dort jeder respektvoll den Tanzbereich des anderen wahrt. Das steigert auch deine Chancen, in deinem Business erfolgreich zu sein – weil du Rückenwind durch ähnlich tickende Menschen bekommst. Und mit anderen zusammen macht Tanzen ohnehin mehr Spaß.

Ignorieren kann unter bestimmten Voraussetzungen also eine wichtige Strategie sein. Aber sie ist nicht immer allein zielführend. Vor allem nicht, wenn deine Blockaden aus dir selbst heraus entstehen, oder wenn die Bedingungen, unter denen du tätig bist, nicht optimal sind.

 

Wenn deine Blockaden innerlich auftauchen, du also zum Beispiel mit Ängsten oder Zweifeln in Bezug auf deine Projekte zu tun bekommst, dann solltest du dich fragen, welchen Einflüssen du dich gerade auslieferst.

Sorgst du für genügend positiven Input? Oder bist du überwiegend mit Katastrophenmeldungen beschäftigt, löschst einen Brand nach dem anderen und kommst kaum noch aus der Stress-Spirale heraus?

Hast du ausreichend Abwechslung in Form von Erholung, Freizeit und netten Menschen um dich, oder warst du verbissen nur noch in deine Arbeit vergraben? Lässt du dich ausnutzen?

Kennst du noch dein WARUM? Weißt du, wofür du das alles jeden Tag machst? Falls nicht, erinnere dich wieder daran. Finde deine Gründe wieder. Wer sein WARUM kennt, findet immer auch ein WIE.

Bist du mehr in sozialen Netzwerken beschäftigt als mit den realen Menschen um dich herum? Gerade im Online-Business ist die Gefahr groß, das Real Life ab und an etwas aus den Augen zu verlieren. Das muss einem bewusst sein, und man sollte sich regelmäßig daran erinnern, die Grenzen wieder sauber abzustecken.

 

Soziale Netzwerke – Ausklinken ist da manchmal pure Zauberei.

Wenn etwas nur noch nervt, oder schlicht und einfach für das Erreichen deiner Träume unwichtig ist, dann besinne dich bitte auf das, was dich stärkt. Achte auf deinen Fokus – liegt er noch auf dem „großen Ganzen“, das du anstrebst? Oder hast du dich gerade in Details verzettelt, die eigentlich irrelevant sind und dich nur unnötig Energie kosten?

 

Immer, wenn du mit Gefühlen wie Frust, Erschöpfung, Angst oder Niedergeschlagenheit zu tun bekommst, solltest du dringend prüfen, ob da nicht gerade etwas oder jemand in deinem Tanzbereich herumhüpft!

Meistens genügt dafür eine Stunde Ruhe mit ehrlicher Reflexion. Nimm dir Zettel, Stift und dein Lieblingsgetränk, und schreibe auf, was eigentlich gerade los ist. Womit beschäftigst du dich am meisten? Stärkt es dich oder schwächt es dich? Welche Gefühle lösen diese Beschäftigungen in dir aus? Welche Gedanken?

Oft sind die Störenfriede im Tanzbereich sehr leicht zu erkennen – wenn man sich einfach mal die Zeit nimmt, sie bewusst unter die Lupe zu nehmen. Der nächste Schritt ist dann allerdings oft nicht ganz so einfach, denn du musst handeln. Du musst dafür sorgen, dass du wieder in eine gute Ausgangslage kommst, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig bleibst und genügend weiten, freien Raum für deinen Tanz vorfindest. Dafür muss jeder eigene Strategien finden. Meine kannst du hier nachlesen:

 

Meine 10 Strategien, um auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben

 

Ich lese nur noch einmal am Tag meine Emails

Dann beantworte ich sie auch direkt. Auf diese Weise erspare ich mir ständige Störungen, die meine Kreativität und meinen Flow unterbrechen. Und ja, Multitasking ist Blödsinn. Auch für Frauen.

 

Telefonate führe ich nur in Ausnahmefällen

Wer mich erreichen möchte, darf gerne eine Mail schicken. Und dann: siehe Punkt 1.

 

Ich habe meine Aktivitäten auf Social Media Kanälen drastisch reduziert

Meine Zeit und Energie nutze ich lieber für all die Projekte, die mir Spaß machen, mein Freiheitsbusiness konsequent voranbringen und meine passiven Einkommensströme ausbauen. Klar, Präsenz in den sozialen Netzwerken gehört dazu und es gibt da viele wundervolle Leute. Ich achte aber auf das richtige Maß.

 

Ich konzentriere mich auf meine Stärken

Produktentwicklung gehört dazu, Texten, Marketing. Alles andere (der Technikkram, die Buchhaltung, Routinearbeiten etc.) wird mehr und mehr delegiert. Ich muss im Abgeben von Aufgaben noch viel, viel besser werden, aber ich seh da eine interessante Entwicklung.

 

Ich sehe mir die Nachrichten im Fernsehen nicht mehr an

Ich habe schon seit Jahren keinen Fernseher mehr. Was ich wissen muss, bekomme ich mit, indem ich Menschen aus meinem Umfeld frage. Erstaunlich, wie positiv es sich auf Stimmung und Energie auswirkt, wenn man die Nachrichten eine Zeitlang nicht mehr verfolgt. Das hat übrigens nichts mit dem Ausblenden der Realität zu tun. Die Weltlage wird nicht besser, wenn wir sensationsgeil und/oder ängstlich vor dem Fernseher ausharren. Sie wird aber jedes Mal ein kleines bisschen besser, wenn jeder von uns sich durch seine Arbeit und sein Engagement für Veränderungen einsetzt.

 

In meiner Freizeit schalte ich ab

Ja, ich schalte alles aus. Konsequent. Smartphone aus, MacBook aus, Feierabend. Ich schlafe ausreichend, gönne mir Stille, Zeit für mich alleine und mit den mir liebsten Menschen. Das ist die Aufladezeit für mich selbst. Sie ist mir heilig.

 

Ich umgebe mich konsequent nur mit Menschen, die gut für mich sind

Der Rest muss draußen bleiben. Und wenn du jetzt sagst, dass das ja gar nicht möglich ist, dann sage ich: Doch! Das geht sogar ganz wunderbar. Man muss es eben einfach nur machen.

 

Wenn ich für ein Problem gerade keine Lösung finde, mache ich kein Problem mehr daraus

Das würde nur unnötig viel Energie kosten, die ich für anderes brauche. Es ist dann in dem Moment, wie es eben ist.  Stattdessen kümmere ich mich um Dinge, die ich aktiv verändern kann. Der Rest fügt sich dann erstaunlich oft übrigens auch von selbst. Mehr dazu findest du auch im Artikel Fluch und Segen des Wartens – Was du tun kannst, wenn du nichts tun kannst.

 

Ich sorge jeden Tag dafür, von etwas Positivem umgeben zu sein

Liebe Menschen, schöne Erlebnisse, gutes Essen, ein Spaziergang am Wasser, nette Gespräche, inspirierende Musik – egal, was es ist. Achte darauf, was dich umgibt. Trau dich, pingelig zu sein und knallhart zu selektieren. Es ist dein Leben. Du verdienst Gutes! Sorge für die bestmöglichen Bedingungen, um deine Träume umzusetzen. Mein wichtigstes Tool für mein positives Mindset kannst du hier nachlesen.

 

Wenn alles zu viel wird, hilft mir Reduktion

Immer. Wenn möglich delegiere ich dann die Arbeit, miste Gerümpel aus, werfe weg, was mir keine Freude mehr macht und klopfe mein gesamtes Leben auf „Überflüssiges, das belastet“ ab. Dein Tanzbereich kann auch von Dingen verstellt werden, die nicht mehr in dein Leben gehören. Achte darauf, nicht permanent über Altlasten zu stolpern. Ein tolles Buch zum Thema ist übrigens Magic Cleaning von Marie Kondo.

 

Fazit

Eigentlich gar nicht schwer, oder? Und doch manchmal das Schwerste überhaupt …

Lerne, gesunden Abstand zu halten: zu schädlichem Input, energiesaugenden Menschen und nicht zuletzt zu deinen eigenen inneren Saboteuren. Erfolg im Business hat viel mit den Bedingungen zu tun, die du dir selbst erschaffst. Mit einem freien Tanzbereich kann das passieren, was wir uns wohl alle (sowohl beruflich als auch privat) letztlich wünschen: ein achtsamer und genussvoller Austausch mit einem Gegenüber, das diesen wundervollen Tanz wert ist.

 

Was gerät immer wieder in deinen Tanzbereich? Und welche Strategien wendest du an, um in solchen Momenten handlungsfähig zu bleiben? Lass mir gerne einen Kommentar dazu da!

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