Frauen und Geld … Eine interessante Beziehung! Es gibt ein wundervolles Video von Denise Duffield-Thomas, das mich sehr zum Lachen gebracht hat. Sie zeigt dort, wie Männer sich in Verkaufsprozessen verhalten – und wie Frauen sich in Verkaufsprozessen verhalten. Und sie trifft den Nagel damit auf den Kopf. Ich kenne bisher (ernsthaft!) keine Frau, die nach dem Ansehen dieses Videos nicht zustimmend genickt hätte. Und sich ertappt fühlte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Schau dir das Video an, und dann reden wir weiter … Ich verspreche dir, es macht Spaß, Denise zuzusehen!

 

Und? Ertappt?

Ja?

Kein Problem. Ging mir auch so. Und auch ich habe in den vergangenen Jahren alles gemacht, was Denise in diesem Video als typisch für Frauen beschreibt. Ja. Wirklich ALLES! (Meine Lieblingsstelle? Als sie sich hinter ihrer Strickjacke versteckt und flüstert „Do you wanna buy my thing? You don’t have to!“).

Es gibt kein besseres Mittel, um sich mit Blockaden in Bezug auf Geld und/oder Selbstwert auseinanderzusetzen, als Unternehmerin oder Freelancer zu werden. Nirgends bekommst du so geballt Herausforderungen präsentiert, in denen du für dich, deine Dienstleistung und deine Produkte immer wieder geradestehen musst.

Genau das ist auch der Grund, warum so viele Menschen (nicht nur Frauen, wohlgemerkt!) früher oder später mit ihrer Selbständigkeit scheitern. Es liegt oft überhaupt nicht an der mangelnden Qualität der Arbeit bzw der Produkte. Es hat vielmehr mit dem Maß an Selbstsicherheit und innerer Balance zu tun, das wir nach Außen zeigen. Und mit unserer Fähigkeit, Geld für unsere Leistungen und Produkte einzufordern und mit gutem Gefühl anzunehmen.

Wenn du mit dir im Reinen bist und deinen Wert kennst, dann kannst du problemlos deine Dienstleistungen und/oder deine Produkte anbieten und verkaufen. Und du hast vor allem auch keine Hemmnisse, dafür einen angemessenen Preis zu verlangen.

Konkretes Beispiel gefällig? Bitteschön.

Einen Teil meines Einkommens erziele ich mit dem Verkauf meiner Bilder. Ich habe niemals Kunst studiert. Aber ich habe eine irrsinnige Freude am Malen. Es ist eine Leidenschaft. Ich liebe es, mich kreativ auszutoben – mit Öl auf Leinwand, mit Acryl und Champagner, mit Meerwasser und Aquarellfarbe auf Papier. Ich erkunde Kunst in all ihren wunderschönen Facetten und ich bringe in meinen Bildern zum Ausdruck, was mich beschäftigt. Kunst ist für mich Kommunikationsmittel – aber meine Bilder machen auch das Leben anderer Menschen schöner. (Wenn dich meine Arbeiten interessieren, wirf gerne einen Blick in den Blauen Salon.)

Anfangs habe ich nur für mich gemalt. Dann meine Bilder (einfach aus Spaß) auf Twitter geteilt. Und es dauerte keine Woche, bis die ersten Anfragen von interessierten Käufern eintrudelten. Verrückt, denn das war so überhaupt nicht geplant!

Ganz plötzlich musste ich mich also mit der Preisgestaltung meiner Kunst auseinandersetzen. Weißt du, wie der Preis eines Bildes festgelegt wird? Es gibt eine grobe Orientierung. Man addiert die Höhe und die Breite eines Bildes und multipliziert das Ergebnis mit dem „künstlerischen Faktor“. Der erste Schritt ist leicht, denn Höhe und Breite eines Bildes sind nun einmal feste Werte. Angenommen, du hast eine Leinwand von 60 Höhe und 40 Breite, dann ergibt das also den Wert 100.

Und dann wird es tricky … Der künstlerische Faktor wird von jedem Künstler selbst festgelegt. Der Künstler entscheidet über den Eigenwert. (Zumindest, so lange er noch nicht in Millionenhöhe auf dem internationalen Kunstmarkt gehandelt wird …).

Ich stand also da und musste mir Gedanken zu meinem Künstlerischen Faktor machen. Wie wertvoll ist meine kreative Arbeit? Eine interessante Herausforderung, denn diese Frage brachte mich zu meiner grundsätzlichen Tendenz zurück, meine Leistung zu niedrig einzuschätzen. Und ich weiß, dass ganz viele Frauen zu eben dieser Tendenz neigen.

Nur nicht zu wichtig nehmen! Wir sind ja eigentlich gar nicht so gut… Das Produkt ist gar nicht so wertvoll… Ähm … wenn du das Bild kaufst, darf ich dir wenigstens den Rahmen dazu schenken? Ich bringe dir das Bild auch selbst vorbei und hänge es auf, damit du keine Arbeit damit hast … Bist du sicher, dass du es willst? Wirklich? Vielleicht kann ich dir auch einen Rabatt geben … Oder wir warten, bis Merkur nicht mehr rückläufig ist … Denn dann möchtest du vielleicht ja ein ganz anderes Bild für dein Büro haben? Lass uns doch einfach in ein paar Monaten nochmal darüber reden …

All das sind Gedankengänge einer Person, die den Wert ihrer Arbeit nicht klar definiert hat. Und mir ging es zu Beginn exakt so. Inzwischen ist es lustig, auf diese Phase zurückzublicken, denn durch den Abstand kann ich sehen, wie unglaublich schwer ich es mir gemacht habe. Das war völlig unnötig. Nachdem ich den Wert meiner kreativen Arbeit klar definiert hatte, hörte das Zweifeln und Grübeln auf. Es war ein Entschluss. Und fertig. Mein künstlerischer Faktor ist übrigens nicht gerade niedrig. Und das ist auch gut so.

Menschen, die deine Produkte lieben und wertschätzen, sind bereit, den von dir als angemessen gesehenen Preis dafür zu zahlen. Notfalls eben in Raten. Punkt. Und andere möchtest du ohnehin nicht als Kunden. Oder?

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Mir wurde damals (übrigens von Fremden aus dem Internet) vorgeworfen, dass ich das nicht dürfe. Malen – und die Bilder dann auch noch verkaufen! „Du hast ja nicht mal Kunst studiert!“

Richtig. Und? Who cares?

Ich bewundere Menschen, die Kunst studiert haben. Die handwerklich Dinge können, bei denen ich mit den Ohren schlackere. Ich habe wirklich Hochachtung davor. Aber: Meine Bilder machen inzwischen Menschen in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz glücklich.

Ich bekomme immer wieder Rückmeldungen, dass meine Kunst das Leben der Käufer bereichert. Eine Autorin, die inzwischen mehrere Bilder von mir besitzt, wurde durch diese zu einem Buch inspiriert. Und hey – all das macht auch mich verdammt glücklich! Weil all diese Menschen durch meine Kunst noch mehr Schönheit und Inspiration in ihrem Leben haben.

Mir geht es genau darum. Und so etwas hat wenig mit einem Uniabschluss zu tun. Sondern mit Machen. Und mit dem Mut, sich einer Öffentlichkeit zu stellen – wohlwissend, dass da nicht alle ausgeglichen auf Blümchenwiesen herumschweben. (Warum du deine Träume in die Tat umsetzen solltest, auch wenn du alles andere als perfekt bist, kannst du gerne in meinem Blogpost zum Thema nachlesen.)

Warum erzähle ich dir das alles?

Weil ich weiß, wie viele Selbständige mit dem Prozess des Verkaufens kämpfen. Und mit der ewigen Thematik der Werte. Die gute Nachricht lautet: man kann daran arbeiten. Es ist ein Prozess, aber diese Blockaden lassen sich lösen. Mehr dazu findest du auch in meinem Artikel 5 Vorurteile über reiche Menschen, die dich deinen Erfolg kosten können.

Der Wert eines jeden Produktes ist relativ. Und gerade kreative Produkte sind schwer einzuordnen. Bei Büchern fällt es oft ein wenig leichter, weil man sich (zum Beispiel als Selfpublisher) an den Preisen der direkten Mitbewerber im gleichen Segment orientieren kann. Aber es gibt auch Autoren, die sich darum überhaupt nicht scheren. Du entscheidest, was deine Produkte kosten.

Das gleiche gilt für Dienstleistungen wie z.B. Coachings. Wer bestimmt, wie viel das Coaching bei dir kostet? Genau … Du. Genauer gesagt: dein Selbstwert. Wenn du weißt, was deine Leistung einem anderen Menschen bringt, wie stark dein Tun sein Leben bereichern, verändern und mit Inspiration füllen wird, dann kannst du problemlos dafür geradestehen. Egal, was andere sagen.

Aber gerade Frauen lernen oft schon in der Kindheit, dass es besser ist, das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen. Dass man sich nicht zu wichtig nehmen darf. Dass es gefährlich ist, sich in die Öffentlichkeit zu wagen und Erfolg und Geld für sich einzufordern. Es ist nicht zu fassen, wie viele Frauen auch heute noch starken Gegenwind bekommen, sobald sie beginnen, voll und ganz für sich und ihr Tun einzustehen. Egal, in welchem Bereich sie tätig sind. Und gerade deshalb ist es wichtig, dass du diese Schritte konsequent gehst. Sieh dir deine Blockaden an. Beschäftige dich damit. Sie sind wertvolle Lehrer.

Es macht dir Angst? Wo die Angst ist, ist der Weg …

Die große Chance einer Selbständigkeit liegt darin, dass sie mit deinem Selbstvertrauen wächst. Du hast es in der Hand. Du entscheidest. Und du bist nicht gebunden an enge Strukturen einer Firma, in der dein Gehalt festgelegt wird. Du bist selbst derjenige, der über das Gehalt bestimmt. Der Produkte entwickeln kann, die Menschen wirklich weiterhelfen. Der sich traut, Wege abseits der Norm zu gehen. Aber das funktioniert nur, wenn du voll und ganz hinter dir und deinen Leistungen stehst. Wenn du deinen Wert kennst und stolz auf dich bist. Egal, wie viel Gegenwind dir zwischendurch mal wieder die Frisur zerstört.

 

5 Prinzipien, die dir dabei helfen, dein Ding durchzuziehen

 

Erlaube dir, all das zu tun, was du schon immer tun wolltest

Wer sagt, dass du etwas nicht tun darfst? So lange es gegen kein Gesetz verstößt, niemand dabei zu Schaden kommt, und du dich nicht selbst zerstörst, bist du vollkommen frei in deinem Tun! Du musst nicht das machen, was alle anderen auch machen. Du musst nicht mit der Herde laufen, die du gewohnt bist. Du darfst ausscheren – und deine eigene Herde finden. Deinen Tribe – also die Menschen, die so ticken wie du, und die wertschätzen, was du in die Welt bringst. (Ein schönes Buch zum Thema Tribes*gibt es übrigens von Seth Godin. Kann ich dir empfehlen.)

Glaub mir, auf dieser Erdkruste rennen jede Menge Menschen herum, die genauso ticken wie du. Und niemals war es leichter, sich zu finden, als heute. Digitale Vernetzung ermöglicht dir Kontakte und Geschäftsmodelle, an die vor wenigen Jahren noch nicht einmal zu denken war. Raus aus der Box. Du darfst das tun, was du schon immer tun wollest. Und du darfst es jetzt tun.

 

Es ist okay, Geld mit dem zu verdienen, was du liebst

Ein ganz heißes Eisen. Gerade Frauen haben damit immer wieder zu kämpfen. Darf ich mit etwas Geld verdienen, das sich für mich leicht und selbstverständlich anfühlt? Darf ich mit etwas Geld verdienen, das anderen hilft? Darf ich mit etwas Geld verdienen, das ich von Herzen gern tue?

Ja! Ja, ja, ja! Du musst sogar mit etwas Geld verdienen, das sich für dich leicht und schön anfühlt. Denn nur in solchen Dingen sind wir wirklich gut! Ich halte es für viel verwerflicher, ein Leben lang Geld mit etwas zu verdienen, das wir eigentlich hassen. Und nur machen, weil es eben „der Norm“ entspricht, oder weil man es schon immer so gemacht hat. Oder weil es vermeintliche Sicherheiten bietet.

Ich möchte nicht nach meinem Tod an der Himmelstür zugeben müssen, mein Leben damit vergondelt zu haben, für anderer Leute Träume zu arbeiten. Ich arbeite lieber mit meinen eigenen. Das ist eine Typfrage, aber wenn du nicht ebenfalls so gestrickt wärest, hättest du diesen Artikel gar nicht bis zu diesem Punkt gelesen. Also: Ja, du darfst!

 

Es ist völlig in Ordnung, von der Norm abzuweichen

Ja. Du darfst auch von der Norm abweichen. Was dir dann wahrscheinlich passieren wird? Gandhi hat das ganz wunderbar ausgedrückt: Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Es wird Kraft kosten. Du wirst Mut brauchen, immer wieder. Aber du wirst stark genug für all das sein. Weil du in dem, was du machst, authentisch bist. Weil es das ist, was du wirklich von Herzen gerne tust. Die Menschen, auf die es wirklich ankommt, werden genau das spüren. Und alle anderen kannst du getrost links liegen lassen. Sie gehören nicht zu deinem Tribe. Also: Raus aus der Komfortzone!

 

Du darfst erfolgreich sein

Viele Menschen tragen in sich das absurde Gefühl, Erfolg eigentlich gar nicht verdient zu haben. Auch diese Zweifel finden sich gehäuft bei Frauen. Interessant, oder?

Wichtig ist, dass du erst einmal definierst, was Erfolg für dich eigentlich ist? Was mich und meine Kunst angeht, so liegt Erfolg für mich darin, Menschen mit meinem Bildern glücklich zu machen – und selbst im Schaffensprozess glücklich zu sein. Dass ich auf diese Weise gelegentlich auch Geld verdienen kann ist schön, aber es war nie wirklich im Fokus.

Mit meinen Büchern sieht es anders aus. Ich habe sie geschrieben, um Menschen mit Autoimmunerkrankungen konkret weiterzuhelfen. Da ich selbst schon lange mit einer Autoimmunerkrankung lebe, kenne ich die Probleme und Bedürfnisse dieser Menschen. Die Bücher bieten Unterstützung, sie sind durch ihren Informationsgehalt wertvoll – und die Einnahmen aus den Büchern machen einen Teil meines wachsenden passiven Einkommens aus. Das war so geplant, und das ist gut so. Und für mich in diesem Bereich genau der Erfolg, den ich erzielen wollte.

Vielleicht liegt dein Erfolg darin, durch Coachings anderen Menschen ganz konkret weiterzuhelfen. Oder du definierst Erfolg als eine feste monatliche Zahl auf deinem Bankkonto. Oder Erfolg ist für dich, jeden Tag in größtmöglicher Freiheit und Unabhängigkeit zu leben. Dein Ding zu machen. Ein Buch zu veröffentlichen. Eine Familie zu gründen. Viel zu reisen und die Welt zu sehen, während du ortsunabhängig arbeitest. Komplett von passivem Einkommen zu leben und die vielen kleinen Schritte auf dem Weg dorthin zu feiern. Täglich zu lächeln, weil du mit dir im Reinen bist.

Erfolg hat so viele schöne Gesichter. Lass dir nicht von anderen erzählen, was Erfolg ist und wie deiner auszusehen hat. Wenn du mit dem, was du erreichst, zufrieden bist, dann bist du auch erfolgreich. Und du verdienst jede glückliche Sekunde davon. Wirklich. Jede.

 

Ignoriere den Gegenwind

Haters gonna hate, und Arschgeigen gibt es immer. Es ist wichtig, zu verstehen, dass Gegenwind absolut nichts mit dir zu tun hat.

Ich habe eine Grundregel: Ich heiße Kritik von Menschen willkommen, die auf dem Gebiet, auf dem sie mich kritisieren, nachweislich mehr erreicht haben als ich. Von diesen Menschen kann man unglaublich viel lernen! Sie sind ein Geschenk, und ihre konstruktive Kritik ebnet dir den Weg hin zu mehr Erfüllung in deinem Tun.

Tja, und die anderen …

Ich sage es mal so: was immer du tust – sobald es von der Norm abweicht, oder andere Menschen daran erinnert, dass sie es ja auch tun könnten (würden sie den Allerwertesten endlich mal hochkriegen), wirst du Gegenwind bekommen. Es ist so leicht, aus der scheinbaren Anonymität des Internet heraus zu lästern, zu hassen, zu diffamieren. Dir passiert genau das? Entspann dich.

Es handelt sich um Schwätzer, um Neider, um frustrierte Menschen mit völlig leeren Leben. Wer mehr Energie aufwendet, um dich mieszumachen, als eigene Träume, Ziele und Wünsche umzusetzen, verdient keine Sekunde deiner Aufmerksamkeit. Lass die Trolle und Hater ziehen. Setz dich in die Sonne. Lächelnd. Und mach dein Ding. Dein Tribe wird dir dankbar dafür sein.

 

Welche Erfahrungen hast du mit dem Thema gemacht? Verkaufst du deine Dienstleistungen und Produkte unter Wert? Holen Zweifel dich immer wieder ein? Oder hast du inzwischen klare Entscheidungen getroffen? Lass mir gerne einen Kommentar dazu da!

 

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