Früher wurde unter Branding und Markenaufbau überwiegend das Design eines Unternehmens verstanden. Aber eine Marke aufbauen bedeutet weitaus mehr als nur ein hübsches Logo und ein passender Slogan.

Ist dein Unternehmen “nur” das Vehikel für deine selbständige Tätigkeit? Oder hast du bereits eine Marke aufbauen können? Und wenn ja – woran lässt sich das eigentlich festmachen?

Genau darum, um den Aufbau einer Marke und warum das so zentral wichtig für langfristigen Businesserfolg ist, geht es in diesem Artikel.

Doch dafür möchte ich dich erstmal auf eine kleine gedankliche Reise mitnehmen.

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Bereit? Also los:

Wenn du überlegst, welche Getränke du gerne trinkst. Hast du da direkt Firmennamen im Kopf?

Wie ist das, wenn du über deinen bevorzugten Anbieter für Smartphones, Computer oder Software nachdenkst?

Und was passiert, wenn ich dich frage, mit welchen Möbeln deine erste Studentenbude eingerichtet war?

Sofern du nicht unter einem Stein lebst, sind wahrscheinlich in deinem Kopf direkt die Namen bekannter Marken aufgeploppt. Aber warum ist das eigentlich so?

Ganz klar – diese Unternehmen haben dafür gesorgt, dass sie mit ihrem Namen für die Produkte stehen, die sie anbieten.

Sie SIND in der Gedankenwelt vieler Menschen geradezu die stereotype Verkörperung dieser Produkte geworden. Und dieser automatisch ablaufende gedankliche Prozess wird üblicherweise gar nicht mehr hinterfragt.

Gutes Branding – was heißt das?

 

Gutes Branding sorgt dafür, dass:

  • die zentrale Botschaft deines Unternehmenes deutlich nach außen kommuniziert wird
  • Kunden klar einordnen können, womit sie es bei dir zu tun haben
  • eine emotionale Verbindung zwischen den Kunden und deinen Angeboten aufgebaut wird
  • Kunden deine Angebote kaufen möchten und dabei ein richtig gutes Gefühl haben
  • eine tragfähige Bindung zwischen deinem Unternehmen und deinen Kunden entsteht – Loyalität ist die Folge

 

 

Wie wirst du zur Marke?

 

Was kannst du jetzt ganz konkret tun, damit du, bzw dein Unternehmen, zu einer Marke wird? Wie lässt sich eine Marke aufbauen?

Die wichtigste Grundlage ist, dass du für dich geklärt hast, wofür du, bzw dein Unternehmen steht. Was ist die Philosophie dahinter? Welche Werte und Normen vertrittst du? Worauf können deine Kundinnen und Kunden sich verlassen? Welche Prinzipien haben bei dir Priorität?

Diese Fragen musst du für dich klären, bevor du eine Marke aufbauen kannst, die in sich stimmig ist. (Wobei wir mal wieder beim Thema Arbeit AM Business statt nur IM Business sind …)

Die Grundfesten deines Unternehmens sollten sich nicht verändern – natürlich bedeutet das nicht, dass keine Entwicklung möglich ist, aber du solltest nicht plötzlich von einem Unternehmen, das für Umweltschutz steht, zu einem Business werden, das Tropenholzmöbel verkauft – um einfach mal ein überdeutliches Beispiel zu bringen.

 

Oder nehmen wir meine Marke, Flowpreneur, zur Verdeutlichung:

 

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Unternehmertum soll Freude machen, leicht werden – und die Kunden durch genaue Analyse der Bedürfnisse genau dort abholen, wo sie gerade stehen.

Würde ich plötzlich Taktiken propagieren, die lediglich dazu dienen, Kunden über den Tisch zu ziehen, nur damit möglichst viel verkauft werden kann, dann würde ich gegen meine persönlichen Werte und Normen verstoßen – und damit auch die Marke unglaubwürdig machen.

‘Nach mir die Sinnflut’ ist kein Ansatz, den ich mit Flowpreneur vertreten will. Stattdessen geht es mir um zufriedene Kunden – und ich möchte dir zeigen, wie du diese Zufriedenheit bei deinen Kunden erreichst.

Wofür also steht dein Unternehmen, was sind deine Werte? Und was möchtest du deinen Kunden bieten?

Diese Fragen solltest du dir unbedingt stellen, denn auf den Antworten fußt letztendlich der Aufbau deiner Marke.

Der nächste Schritt: Sichtbarkeit & Kommunikation

 

Wenn du Klarheit über das hast, was dein Unternehmen verkörpern soll, dann geht es an den nächsten Umsetzungsschritt: Sichtbarkeit und Kommunikation.

  • Wo und auf welche Art kannst du die Philosophie deines Unternehmens und den Nutzen, den du deinen Kunden bietest, am besten zeigen?

 

  • Welche Kanäle eignen sich für deinen Auftritt und die Kommunikation deiner Werte? Und was kannst du tun, damit deine Kunden auch mitbekommen, was Sie von dir, deinen Produkten und deinen Dienstleistungen erwarten können?

 

  • Und, eine Frage, die ich auch immer spannend finde – welche “Vibes” verströmt eigentlich dein Unternehmen? Wie sollen deine potentiellen Kunden dich wahrnehmen?

 

Überlege dir, welche Kanäle du für die Kommunikation deiner Angebote und Dienstleistungen nutzen möchtest und wie die Außenwirkung deiner Marke sein soll. Das betrifft natürlich dann auch Bereiche wie das grundsätzliche Design – bist du eher minimalistisch oder pompös, ernsthaft oder verspielt, klassisch oder innovativ? Welche Farben nutzt du für dein Unternehmen? Welche Schriftarten? Welches Logo?

Es ist sinnvoll, im Bereich Design mit Profis zusammenzuarbeiten, wenn du selbst nicht aus dem Feld kommst und eine Marke aufbauen möchtest.

Im besten Fall ist deine Philosophie und Unternehmensbotschaft auch im Designkonzept unaufdringlich verkörpert. Auf keinen Fall sollte eine Diskrepanz zwischen dem entstehen, was du offiziell ausdrückst, und dem, was dein Design rüberbringt.

 

Stell dir vor, jemand bietet in seinem Unternehmen Unterstützung bei der Buchhaltung an – die Webseite ist aber dermaßen unübersichtlich, dass du nach wenigen Sekunden schon genervt weiterklickst.

Oder du möchtest Beratung und Hilfe in Bezug auf deine Rückenschmerzen. Du landest auf dem Instagramaccount eines Personal Trainers, der zwar laut Botschaft genau das bietet, was du suchst – Schmerzfreiheit und Leichtigkeit durch gezielte Bewegung – aber du findest dort nichts, was seine Arbeit wirklich zeigt und dich dazu anregt, wirklich Kontakt aufzunehmen.

Dein Ziel beim Aufbau einer Marke ist, dass deine Botschaft und das, was du für deine Kunden anbietest, harmonisch ergänzt nach außen kommuniziert wird.

Eine Marke im Business aufbauen

Dazu solltest du dich fragen, worauf deine Kunden am besten reagieren.

Was erwarten sie?

Wie kannst du sie mit deiner Kommunikation durch Bilder, Videos, Blogposts oder deinen Podcast am besten abholen?

Welche Freebies kannst du auf deiner Webseite anbieten, um sofort weiterzuhelfen?

Und was macht es den Menschen leicht, direkt herauszufinden, ob du zu ihnen passt oder nicht?

Dies sind Basics für jeden, der erfolgreich unternehmerisch tätig sein möchte – aber indem du dafür sorgst, dass deine Unternehmensbotschaft und deine Art der Kommunikation aus einem Guss sind, förderst du die Entwicklung deiner Marke.

 

Und der vielleicht wichtigste Punkt, um eine Marke zu werden

 

Du hast jetzt also deine Vision geklärt, deine Unternehmensphilosophie, deine Werte und Normen und du weißt, wo du als Unternehmerin oder Unternehmer hinwillst. Du kennst deine Ziele und vor allem die Wünsche und Bedürfnisse deiner Kunden.

Du hast das Design deines Unternehmens aufgebaut und entschieden, auf welchen Kanälen du für deine Zielgruppe in Erscheinung trittst, wie du potentielle Kunden ansprechen kannst und wie deine Kommunikation gestaltet sein soll.

So weit, so prima.

Ein ganz entscheidender Punkt kam bisher aber noch nicht zur Sprache: deine Persönlichkeit.

Ein Unternehmen lebt ganz wesentlich von denen, die es führen. Und gerade, wenn du als Solopreneur unterwegs bist oder ein Start-Up führst, dann ist deine Persönlichkeit unverzichtbar mit deinem Unternehmen verknüpft.

Menschen möchten wissen, mit wem sie es da zu tun haben. Wie du tickst. Wie du so bist. Und ob du die Werte, die dein Unternehmen ausmachen, auch selbst verkörperst.

Du solltest daher nicht die Macht unterschätzen, die deine Präsenz für die Bildung einer Marke entwickeln kann.

 

Was du tun kannst, um das für dich zu nutzen?

  • Überprüfe deine Eigendarstellung in Social Media Profilen und passe sie entsprechend an.

 

  • Überlege dir, wie du dein Wissen teilen kannst – durch Videos, in einem Blog, mit einem Podcast.

 

  • Geh raus und zeige dich – zum Beispiel auch durch Vorträge, als Speaker auf Konferenzen. Lass die Menschen an dem teilhaben, was du zu geben hast. Menschen hinter einem erfolgreichen Unternehmen sind einfach interessant und das kannst du natürlich nutzen.

Wichtig ist: sei authentisch, glaubhaft, echt.

Interessenten möchten wissen, mit wem sie es zu tun haben. Indem du klar kommunizierst, festigst du nicht nur die Marke für dein Unternehmen, sondern verhinderst auch, dass die falschen Leute bei dir anklopfen.

Klarheit in der Kommunikation ist eine prima Möglichkeit, um all jene ganz von selbst rauszufiltern, die ohnehin nicht zu dir und deiner Arbeit passen. Das spart allen Beteiligten eine Menge Zeit und Nerven.

Du siehst – eine Marke aufbauen, das geht nicht von heute auf morgen…

Aber es ist nötig, wenn du dein Unternehmen wachsen lassen möchtest. Und es macht neben all der Arbeit, die hineinfließt, natürlich auch eine Menge Spaß!

Was macht dein Unternehmen (für deine Kunden) besonders? Was hebt dich von anderen ab? Wie kannst du das gezielt hervorheben? Und was kannst du auf welchen Kanälen kommunizieren, um genau die Menschen anzusprechen, die zu dir und deinem Business passen?

Sobald du diese Fragen für dich geklärt hast, öffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Denn dann ist dein Unternehmen auf dem besten Weg, eine Marke zu werden. Und du hast eine klare Linie, die du verfolgst. Was es übrigens nicht nur schöner, sondern auch sehr viel leichter macht.

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