Wenn du selbständig bist und ein Business betreibst, dann gehört Stress zu deinem Alltag. Umso wichtiger ist es, aufmerksam die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. (Einiges dazu habe ich bereits in meinem Artikel Generation Erschöpft – Ein Business voranbringen, ohne auszubrennen geschrieben). Entspannt im Business – manchmal wird das zu einer echten Herausforderung. Heute verrate ich dir, was ich ganz konkret tue, wenn ich Stress loslassen und Entspannung finden möchte.

 

Angespannt? Zurück auf Start.

 

Alle Muskeln schmerzen, die Aufmerksamkeitsspanne gleicht der einer Eintagsfliege auf Speed und irgendwie fühlst du dich auch nach ausreichend Schlaf nicht mehr erholt? Außerdem kreisen deine Gedanken permanent um das, was du für dein Business dringend noch erledigen musst? Dann ist es allerhöchste Zeit für einen klaren Cut!

Sanft überzeugen

Hol dir meine Flowpreneur-Tipps für dein sanftes Marketing mit Branding, Storytelling und Verkaufspsychologie

Meine E-Mailtipps versorgen dich wöchentlich gratis mit Marketingstrategien und gelegentlich mit Infos zu meinen Angeboten. Die Angabe deines Vornamens ist freiwillig und du kannst dich jederzeit abmelden. Deine Anmeldedaten, deren Protokollierung, der Mailversand sowie statistische Auswertungen des Leseverhaltens werden über Active Campaign, USA, verarbeitet. Mehr unter Datenschutz.


Gerade Selbständigen fällt es oft schwer, Arbeit einfach mal Arbeit sein zu lassen und abzuschalten. Es gäbe schließlich immer so viel zu tun … Aber damit du langfristig ein Business führen kannst – ohne dabei vor die Hunde zu gehen – musst du mit deinen Kräften haushalten.

 

Entspannt im Business – aber wie?

 

Ich habe eine ganz klare Richtlinie: ich frage mich bei allem immer, ob es nicht einen einfacheren Weg gibt.

Ist es möglich, die Prozesse zu vereinfachen? Zum Beispiel, indem man viel mehr automatisiert.

Ist es möglich, zu delegieren? Zum Beispiel an virtuelle Assistenten oder andere Mitarbeiter?

Ist es möglich, Stressoren auszuschalten? Zum Beispiel, indem man sich das Business so einrichtet, dass man nicht mehr zur Arbeit pendeln muss. Indem man nur noch mit den Menschen arbeitet, mit denen man wirklich auch arbeiten möchte. Indem man keine falschen Kompromisse mehr eingeht, die letztendlich niemandem nützen.

Ist es möglich, mehr passives Einkommen zu erwirtschaften? Zum Beispiel durch Buchtantiemen, durch Einnahmen aus automatisierten Kursen bzw Webinaren, durch Investitionen in Wertpapiere?

Ist es möglich, effizienter zu arbeiten statt immer nur noch mehr zu arbeiten? Lassen sich Arbeitsprozesse in Blöcken bündeln, nach Themen strukturieren, an bestimmten Tagen sinnvoll abarbeiten?

Wenn ich den Eindruck habe, dass ich nicht mehr entspannt im Business bin, dann kehre ich zu den Grundfragen zurück. Was kann ich vereinfachen? Wie kann ich leichter Geld verdienen? Was kann ich weglassen?

Und es ist interessant – ich finde IMMER etwas…

 

Geht es einfacher?

 

Letzte Woche habe ich zum Beispiel konsequent online aufgeräumt.

Ich habe alle Newsletter (bis auf drei, die ich als enorm hilfreich empfinde) abbestellt.

Ich habe meine Facebookfreundesliste ausgedünnt, Benachrichtigungen deaktiviert und beschlossen, viele meiner Social Media Aktivitäten im Vorfeld zu planen und mit Hilfe von z.B. Hootsuite zu automatisieren.

Ich habe alle To-Do-Listen weggeschmissen. (Ja. Wirklich. Alle.)

Und ich bin stundenlang spazierengegangen. Ohne Smartphone.

Bei all dem Aufräumen und Klären und Wegschmeißen fühlte sich nach und nach auch der Kopf wieder klarer. Es kam mehr Ruhe rein – und der Fokus aufs Wesentliche zurück. In einer neuen Qualität, die sich gesammelt und gelöst anfühlte. Meistens merkt man erst in einem solchen Moment, viel stark die Anspannung zuvor wirklich war.

 

Weitere Tipps, um den Kopf wieder klar zu bekommen

 

Raus in die Natur. Egal ob Wald, See, Fluss oder Berge – lass das hysterische Onlinegebimmel mal zuhause und klinke dich aus.

Kontakt zu Tieren. Mich erdet das unglaublich. Sobald ein Hund oder ein Pferd um mich ist, fahre ich runter. Anderen geht das in der Gesellschaft von Katzen so. Wie ist es bei dir?

Spaß haben! Niemand gibt es gerne zu, aber die meisten Selbständigen vernachlässigen den Spaßfaktor. Er kommt in all der Arbeit oft einfach zu kurz. Aber gerade für Menschen, die in ihrem Business auch immer wieder kreativ sein müssen, ist Spaß zentral wichtig! Schöne Erfahrungen füllen die Depots wieder auf und bringen dich auf neue Ideen. Wann hast du zuletzt etwas gemacht, das dir richtig Freude bereitet hat?

Lass den Kaffee weg. Ich gebe zu, mir fällt das sehr schwer. Ich mag meine Tasse Kaffee am Morgen. Aber gerade, wenn sich Stress ausbreitet, kann es hilfreich sein, ihn für eine Weile zu streichen – oder sich auf das Nötigste zu beschränken. Eine schöne Alternative zum Kaffee findest du weiter unten im Beitrag.

Kümmere dich. Um dich. Kennst du das Phänomen, dass du dich immer um alle anderen sorgst und kümmerst? Dass du sicherstellst, dass es ihnen gut geht, deine eigenen Bedüfnisse aber immer hintenanstellst? Höchste Zeit für eine Prioritätenverschiebung!

 

Selbstwahrnehmung. Selbstliebe.

 

Sich um sich selbst kümmern, kann mit den oben genannten Tipps verbunden sein. Zeit für dich, Ruhe, Spaß, Freude, Kontakt.

Es kann aber auch bedeuten, dass du dir einfach mal wieder Zeit für ein gutes Buch nimmst (eines, das nichts mit deinem Business zu tun hat!). Oder dass du dir selbst etwas Leckeres kochst. Dass du dich für ein paar Minuten zum Meditieren hinsetzt, weil du weißt, dass dir das immer gut tut.

Dass du immer wieder über den Tag verteilt kleine Pausen einlegst, in denen du bewusst in dich hineinhorchst – wie fühlt sich das alles im Körper gerade an? Was geschieht im Moment? Wie geht es?

Dass du dir Zeit für Bewegung nimmst, an die frische Luft kommst, dir genügend Schlaf gönnst.

All das ist liebevoller Umgang mit sich selbst – und leider für viele keine Selbstverständlichkeit.

Wenn ich den Kopf freibekommen möchte, dann vereinfache ich. Außerdem gönne ich mir Ruhe, Spaziergänge an der frischen Luft, ein schönes Buch bzw Hörbuch (ich kann Audible* voll und ganz empfehlen – da gibt’s nichs, was es nicht gibt) und Zeit für Yoga.

Ich besinne mich auf das, was mir wirklich wichtig ist, und klinke mich aus. Das ist manchmal nicht ganz leicht – aber ja, die Welt dreht sich tatsächlich auch dann weiter, wenn man nicht im Hamsterrad mithechelt…

Sei es dir selbst wert. Nimm dich wichtig. Sei bewusst, sei liebevoll und nachsichtig mit dir – sei großartig.

 

 

Das richtige Mindset

 

Entspannt im Business zu bleiben, ist für mich auch eine Frage des richtigen Mindsets. Die innere Einstellung entscheidet maßgeblich über Gelingen oder Nicht-Gelingen. Das gilt für Projekte bei der Arbeit ebenso wie für das wichtigste Projekt überhaupt: dein Wohlbefinden.

Natürlich kommt man auch mit einer Attitüde des stetigen schneller, höher, weiter voran. Aber mir gefällt es deutlich besser, achtsam zu sein und mich bewusst mit dem zu beschäftigen, was mich in der Balance hält.

Das bedeutet, sich rauszuziehen, wenn es nötig ist.

Und es bedeutet, manchmal für andere unbequem zu sein.

Auch wenn man sein Business liebt – das Leben besteht eben nicht nur aus Arbeit! Sich selbst etwas gönnen zu können, ist für viele allerdings  immer wieder erstaunlich schwer. Gerade bei Frauen findet sich oft eine Blockade in dem Bereich. Ich denke, es ist wichtig, diese Selbstliebe immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Weil es sich so einfach glücklicher lebt.

Die meisten, die sich ein Freiheitsbusiness aufbauen, wollen raus aus dem Hamsterrad – und erschaffen sich selbst ein neues, noch viel größeres. Manchmal ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten und zu beobachten, was man selbst da gerade eigentlich tut. Dient es dir noch, oder laugst du dich aus?

Ich gönne mir jetzt guten Gewissens ein paar Tage Auszeit und reise in mein geliebtes Südfrankreich. Dort werde ich die Seele baumeln lassen, Kultur und gutes Essen genießen und stundenlang aufs Meer blicken. Und im Hinterkopf werde ich wissen, dass mein Freiheitsbusiness mir passives Einkommen auch in solchen Zeiten zukommen lässt. Weil es einfach weiterläuft – auch, wenn ich gar nicht da bin.

Sehr entspannend, dieser Gedanke.

Ich wünsche dir eine schöne, erfüllte und gelassene Zeit!

 

 

 

(Erstfassung vom 30.11.2017, aktualisierte und überarbeitete Fassung vom 22.11.2020)