Hui – wir haben uns ganz schön lange nicht mehr gelesen, oder? Über einen Monat habe ich nichts auf dem Blog veröffentlicht. Aber ich kann sagen, ich hatte gute Gründe dafür. Es wurde nämlich still – in mir und um mich herum. Ich habe viel Zeit damit verbracht, einfach nur die Dinge zu tun, auf die ich richtig viel Lust hatte. Malen, Schreiben, Spazierengehen, geliebte Menschen treffen, Löcher in die Luft gucken.

Kurz gesagt habe ich das gemacht, was für mich nötig war: eine deutlich verlängerte Sommerpause, während der ich mich habe treiben lassen.

Manche Menschen – vor allem Selbständige – sind schnell verunsichert, wenn solche Phasen anklopfen. Denn es scheint unmöglich zu sein, diesem inneren Bedürfnis nach Stille und sich-treiben-lassen einfach mal für eine Weile nachzugeben. Es gäbe doch noch so viel Arbeit zu tun! Immer!

Selbständig bedeutet viel zu häufig, selbst und ständig im aufgebauten Hamsterrad zu rotieren. Vielleicht kennst du das auch von dir. Dabei ist es wichtig, ab und an einen großen Schritt (oder auch zwei) zurück zu machen, um eine andere Perspektive einzunehmen und wieder einen Überblick über das zu bekommen, was man da eigentlich die ganze Zeit so emsig treibt.

Ist das, was du tust, notwendig?

Ist es wichtig?

Ist es dringend?

Ist es eine einkommensproduzierende Aktivität?

Und dann noch die entscheidende Frage, die ganz viele Menschen sich gar nicht mehr stellen: macht das, was du tust, dich glücklich?

 

In meinem Fall sah das in den letzten Wochen ungefähr so aus:

Blogartikel schreiben – ist es notwendig? Klar, sofern ich etwas Gutes zu sagen habe.

Ist es wichtig? Ja, sicher, denn ich habe Leserinnen und Leser, die sich auf neue Beiträge freuen.

Ist es dringend? Nicht wirklich, es muss nicht sofort sein.

Ist es eine einkommensproduzierende Aktivität? Nö. Zumindest nicht in erster Linie. Dass sich aus Blogartikeln Kontakte zu späteren Klienten ergeben (die dann z.B. meine Coachingangebote nutzen oder das Money Mindset Starterpackage buchen), ist aber auch nicht von der Hand zu weisen und natürlich sehr schön.

Macht es mich glücklich? Ganz ehrlich – in den letzten Wochen stand anderes im Mittelpunkt, das mich sehr glücklich machte. Und deshalb habe ich genau diesen Dingen auch die Aufmerksamkeit gewidmet. Es war ein stilles, sanftes Auffüllen der Wohlbefindensreserven.

Irgendwie bin ich noch immer ein wenig in dieser Phase, aber Flowpreneur gerät langsam wieder in den Orbit. Und sobald wieder Themen auftauchen, über die ich schreiben möchte, werde ich das hier tun.

Für heute ist mir wichtig, gesagt zu haben, dass es manchmal still werden darf. Und dass es sehr gut sein kann, diese Stille nicht als etwas Leeres zu betrachten, sondern als Teil des Lebens in der Selbständigkeit. Letztendlich hat niemand etwas davon, wenn das Hamsterrad nur Mittel zum Zweck ist.

Wann hast du dir zuletzt erlaubt, still zu werden und die Glücks-Tanks aufzufüllen?