Ich saß letztens an meinem Schreibtisch und ärgerte mich. Warum? Weil ich unkonzentriert war, mich leicht ablenken ließ und irgendwie nichts zustande brachte. Das ist untypisch für mich. Normalerweise fällt es mir leicht, mich zu fokussieren.

Ich stand auf, machte mir einen Tee und kehrte an meinen Schreibtisch zurück. Und in diesem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen!

Kein Wunder, dass ich mich nicht konzentrieren konnte!

Auf meinem Schreibtisch herrschte das reinste Chaos!

Mehrere parallel laufende Projekte hatten sich in Form von Notizzetteln, Mindmaps und Skizzen wie Wildwuchs ausgebreitet. Wie ich in all dem Durcheinander überhaupt noch hatte arbeiten können, ist mir ein Rätsel!

Nachdem ich Ordnung in das Chaos gebracht hatte, kehrte übrigens auch die Konzentration ganz von selbst zurück. Sie ist eben eine anspruchsvolle Lady, die Konzentration. Man sollte es ihr schön machen.

Wahrscheinlich kommt dieses Phänomen dir bekannt vor. Gerade, wenn du selbständig von zu Hause aus arbeitest, verwischt schnell die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem. Dann steht das Laptop auf dem Küchentisch, während du den Kindern die Schulbrote schmierst. Oder du arbeitest “schnell” noch am Abend etwas ab, obwohl du eigentlich schon längst deinen Feierabend verdient hättest. Oder aber das kreative Chaos übernimmt – wie kürzlich in meinem Fall – die Kontrolle.

Wie du als Selbständige Arbeit und Wohnen verträglich zusammenbringst – und was du tun kannst, um noch effektiver und mit mehr Spaß zu arbeiten – darum geht es im heute.

Ich freue mich wahnsinnig, dass ich für diesen Gastbeitrag Katrin Täubig von Healing Home Design gewinnen konnte! Sie ist aus meiner Sicht DIE Spezialistin für alles, was mit Einrichtung zu tun hat und unterstützt ihre Kunden durch Coachings und spannende Workshops.

Du willst wissen, wie du dein Office zum Erfolgsraum machst?

Katrin verrät es dir! Viel Spaß beim Lesen!

 

Ein Raum ist niemals einfach nur ein Raum

 

Unseren Körper pflegen wir tagtäglich. Duschen, cremen, schminken – wir wollen schließlich gut aussehen, wenn wir losgehen. Egal ob zur Arbeit, zum Kunden oder zum Date mit dem Partner oder einer Freundin. Auch in Sachen Kleidung überlegen wir genau, was dem Anlass angemessen ist. Deshalb richten wir unser Outfit danach, ob wir zum Yoga, zum Kundentermin oder in die Oper gehen.

Das hat mit Respekt zu tun, den wir unserem Gegenüber, aber auch der eigenen Person entgegenbringen. Doch warum übertragen wir dieses Vorgehen so selten auf die eigenen Wohn- und Arbeitsräume? Denn es ist doch eigentlich klar, dass auch meine Privat- und Büroräume einen entscheidenden Einfluss darauf haben, wie ich mich fühle.

Ob ich mich zuhause ausruhen und entspannen kann. Ob ich in meinem Büro motiviert und konzentriert arbeiten kann. Ob ich mich durch die Gestaltung meiner Räume wohl und wertgeschätzt fühle. Gerade als Selbstständige sollte dir dein direktes Arbeitsumfeld wichtig sein.

Es hat nämlich großen Einfluss darauf, ob du mit Freude, Begeisterung und Elan bei der Sache bist. Denn wenn du dich gut fühlst und Dinge tust, die du gern machst, wirst du auch erfolgreich sein.

 

Wo ist der beste Platz für dein HomeOffice?

 

Generell ist es vorteilhafter, wenn dein Arbeitszimmer ein geschlossener Raum ist und nicht nur eine kleine Ecke im Wohnzimmer – oder noch schlimmer: im Schlafzimmer. Dann schaust du nämlich immer vom Bett aus auf die unerledigte Arbeit und vom Arbeitsplatz aus auf dein gemütliches, einladendes Bett…

Ideal ist ein nach Osten oder Südosten ausgerichtetes Zimmer, denn dort herrscht die Energie des Neubeginns, des Wachstums und der Kreativität. Außerdem ist es einfach schön, wenn schon morgens die Sonne herein scheint. So startet man einfach viel beschwingter in den Arbeitstag.

 

Gibt es Grundregeln, die du bei der Einrichtung beachten solltest?

 

Entrümpeln ist das A und O. Nichts ist so schlimm wie ein unordentlicher Arbeitsplatz! Große Papierstapel auf dem Schreibtisch üben Druck aus. Sehr ungünstig ist Kabelsalat, vor allem zu den Füßen unterm Schreibtisch. Jeden Abend sollte der Papierkorb ausgeleert werden, damit die alten Sachen keine Energie fressen. Wenn ich mich daran halte, bin ich auch selbst aufgeräumter.

Außerdem ist die Position des Schreibtischs relevant. Am besten stellst du ihn so, dass du die Tür im Blick hast und das Fenster seitlich liegt. Auf keinen Fall sollte man mit dem Rücken zur Tür sitzen. Steht der Arbeitstisch mit der Stirnseite direkt an einer Wand, beengt das den Geist.

Grundsätzliche empfehle ich, in Blickrichtung Bilder oder Gegenstände aufzuhängen bzw. aufzustellen, die deine Visionen oder Lebensträume symbolisieren. Sehr ungünstig ist es, sich in den Raum zwischen Tür und Fenster zu setzen – hier verläuft eine Energielinie, die dich möglicherweise viel Kraft kostet. Achte mal darauf, welche Plätze in Bars oder Restaurants zuerst besetzt sind: Jeder hat am liebsten eine stabile Wand im Rücken und einen freien, möglichst weiten Blick in den Raum. Das gilt auch für dein HomeOffice.

 

Gibt es bestimmte Farben, die bei der Arbeit unterstützen?

 

Dafür gibt es keine festen Regeln. Die Farbgestaltung muss nur insgesamt stimmig sein. Helle und freundliche Töne lassen einen beschwingt an die Arbeit gehen.

Grelle Farben sollten nur in Maßen verwendet werden, dann können sie durchaus belebend wirken.

Die Schreibtischplatte sollte möglichst nicht aus Glas sein, sonst fehlt dir bzw. deiner Arbeit die solide Basis. Ich persönlich setze auf eine Kombination aus Holz, Weiß und Grün. Diese Farben und Materialien stehen im Feng Shui für Ordnung, Struktur und Kreativität. Sie passen perfekt zu meiner Tätigkeit.

 

Was kannst du sonst noch für ein harmonisches HomeOffice tun?

 

Achte auf eine angenehme Beleuchtung! Mehrere im Raum verteilte Lichtinseln erzeugen ein lebendiges Spiel aus Licht und Schatten. Der Schreibtisch selbst sollte gut ausgeleuchtet sein und das Licht darf nicht blenden.

Pflanzen haben einen positiven Einfluss, denn sie reinigen die Luft. Geeigneter als Kaktus oder Stechpalme sind allerdings Pflanzen mit runden oder herzförmigen Blättern.

 

Und wie zieht man eine klare Grenze zwischen Arbeits- und Freizeit?

 

Den Tag über darfst du dich ruhig ausbreiten, aber abends wird der Schreibtisch aufgeräumt! Da solltest du dich tatsächlich ein bisschen disziplinieren. Die Mitte des Tischs solltest du auf jeden Fall freiräumen und sie mit einem Symbol markieren – nach dem Motto: Feierabend!

Das sollte etwas sein, was für dich persönlich von Bedeutung ist und die Themen Pause, Erholung, Freizeit symbolisiert. Du kannst aber auch ein ‚Closed‘-Schild an die Tür hängen, um dir selbst zu signalisieren, dass ab jetzt nicht mehr gearbeitet wird.

 

Über Katrin

„Ich bin ein Einrichtungs-Junkie – vor mir ist kein Möbelhändler, Innenausstatter oder Projekt zum Thema Wohnen, Einrichten und Garten sicher.“

 

Katrin Täubig, Inhaberin von HEALING HOME DESIGN in Hamburg, hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Nach vielen Jahren im Marketing der Medienbranche entschied sie sich für ein Fernstudium ‘Innenarchitektur & Raumgestaltung’. Um auch dem Wohlfühlfaktor auf die Spur zu kommen, absolvierte sie parallel dazu eine Ausbildung zur zertifizierten Feng Shui Beraterin.

Heute entwickelt Katrin Einrichtungskonzepte, die es ihren Kunden ermöglichen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch mit seinen individuellen Ansprüchen an Raum und Wohnen. So entstehen Wohlfühlräume, die ihrer Funktion gemäß und passend zu den Bedürfnissen der Bewohnern gestaltet sind. Also zum Beispiel Schlafräume, die wirkliche Erholung und einen guten Schlaf fördern. Arbeitszimmer, die gut organisiertes, kreatives und erfolgreiches Arbeiten ermöglichen. Oder auch Büros oder Ladengeschäfte, die perfekt zu den jeweiligen Produkten bzw. Dienstleistungen passen und Kunden anziehen.

Für alle Do it yourself-Begeisterten bietet Katrin praxisorientierte Workshops an, in denen die Teilnehmer einen Leitfaden für alle Fragen rund um die Raumgestaltung an die Hand bekommen. Das sorgt für mehr Sicherheit bei Produktentscheidungen – Fehlkäufe adé. Ob Moodboards, Wohnfarben, Wohndeko oder Feng Shui – in ihren Seminaren vermittelt Katrin ganz viel Wohnwissen und Inspiration.

Wenn du jetzt selbst aktiv werden und dich inspirieren lassen möchtest, dann kannst du in Kürze loslegen: Katrins nächster Workshop „Gestaltung Moodboards“ findet am Sonntag, den 15. April 2018, von 11.00 bis 17.00 Uhr in Hamburg statt.

 

2 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Bericht! Ich habe mein eigenes Büro daheim, minimalistisch, aber mit vielen Pflanzen eingerichtet. So lässt es sich gut arbeiten ?

    • Minimalistisch und Pflanzen klingt wirklich sehr gut! Ich wünsche dir weiterhin gutes Arbeiten! :)