Sind Webtexte nur Schall und Rauch?

Im Gegenteil – mit durchdachten Texten kannst du nicht nur bessere Informationen liefern, sondern auch deinen finanziellen Erfolg steigern. Deshalb freue ich mich sehr, dir heute diesen Gastartikel von einer Expertin auf dem Gebiet der Contenterstellung zu präsentieren.

Madita Schäkel ist freie Texterin und hilft Selbstständigen dabei, online besser gefunden zu werden, Kunden zu gewinnen, sich als Experte zu positionieren und mehr Umsatz zu machen. Neben Webtexten für Startseiten, Über-mich-Seiten und Leistungsseiten schreibt sie liebend gerne Verkaufsseiten, Blogartikel und Newsletter.

Bühne frei für meine wunderbare Kollegin Madita!

 

Hast du dir schonmal wirklich Gedanken um die Texte auf deiner Website gemacht?

Leider werden Webtexte von vielen Selbstständigen unterschätzt. Kann ich auch verstehen: man will, dass die Website toll aussieht – der erste Eindruck zählt schließlich.

Sie soll funktionieren, gut strukturiert und einfach rundum ansprechend sein.

Ach ja, und Texte brauche ich ja auch noch…

Erkennst du dich wieder? Keine Sorge, das ist ganz normal. In diesem Artikel möchte ich allerdings deinen Fokus für die Texte auf deiner Website schärfen. Sie entscheiden darüber, wie du wahrgenommen wirst, wie attraktiv dein Angebot für potenzielle Kunden ist und wie viel du verkaufst.

Kurz: Deine Webtexte haben Einfluss darauf, ob du deine finanziellen Ziele erreichst oder nicht!

 

Zweifel und Unsicherheit sind tödlich für Webtexte

Deine Glaubenssätze und Einstellungen haben einen großen Einfluss darauf, wie du dich präsentierst und wie du wahrgenommen wirst. Selbstzweifel schleichen sich ungefragt in deinen Schreibstil und verwässern deine Webtexte. Erkennst du dich in einem oder mehreren der folgenden Punkte wieder?

 

  • Du bekommst zwar viel Traffic auf deine Website aber trotzdem kauft niemand deine
    Produkte oder schickt dir eine Anfrage.
  • Du bekommst Anfragen aber nach dem ersten Gespräch stellt sich raus, dass du dem
    potenziellen Kunden viel zu teuer bist.
  • Du weißt, dass deine Konkurrenten mehr verkaufen oder schneller ausgebucht sind, weißt aber nicht, warum dein Angebot hinterherhinkt.
  • Du bietest ein Newsletter-Opt-In inklusive Freebie (kostenloses Geschenk in Form eines E-Books, Mini-Kurses,…) an, das viel Mehrwert bringt, aber es tragen sich nur vereinzelt Leute ein.

Möglicherweise steckst du in einer dieser Situationen fest, weil deine Webtexte nicht überzeugen.

Nimm dir mal einen Augenblick Zeit und schaue dir deine Texte genauer an: Was steht als erstes auf der Startseite? Wie sehen die Texte auf den ersten Blick aus? Wie ist deine Verkaufsseite aufgebaut und warum? Was steht in deinen Opt-In-Boxen – wie versuchst du die Menschen dazu zu bekommen, sich einzutragen?

Horch auch mal in dich hinein: Bist du von deinem Angebot überzeugt? Glaubst du wirklich, dass du deinen Kunden weiterhelfen kannst, oder hast du deine Zweifel? Zweifel schwächen deine Texte und damit die Kommunikation zu deiner Zielgruppe.

Tipp: Notiere alle Zweifel, die dir durch den Kopf gehen. Schreib Sie auf ein Blatt Papier. Dann hinterfrage diese Zweifel. Was spricht gegen sie? Sammle Argumente aus Kundengesprächen, Erfolgen, eignen Erfahrungen – was immer dir einfällt. Damit entkräftest du auf einen Schlag viele deiner Bedenken, die dich heimlich blockieren.

Diese Methode eignet sich auch ausgezeichnet, um Schwächen zu Stärken zu machen. Gibt es einen Bereich, der für dein Geschäft wichtig ist, den du aber noch nicht ausreichend beherrschst? Dann eigne dir diesen Bereich als Nächstes an. Schnapp dir diese blöde Schwäche und mach sie zu deiner Stärke.

Bei mir war das die Keywordrecherche. Ich wusste zwar, was gute Blogartikel, Webtexte und Verkaufsseiten ausmacht, aber mit der Keywordrecherche hatte ich so meine Probleme. In meiner Agenturzeit wurden mir die wichtigsten Suchbegriffe direkt mit dem Auftrag geliefert. Als ich mich selbstständig gemacht habe, war dieser Luxus vorbei.

Das Wissen um diese Schwäche störte mein Selbstvertrauen und das Vertrauen darin, dass ich meinen Kunden wirklich weiterhelfen konnte. Also las ich alles, was ich über Keywords, Suchmaschinenoptimierung und Keywordrecherche finden konnte. Ich buchte außerdem einen Kurs bei einer Expertin und stellte ihr alle Fragen, die noch offen waren. Jetzt weiß ich, wie es geht, und kann das auch so kommunizieren.

Was hemmt dich noch? Welcher Bereich ist deine Schwachstelle?

 

Auf deiner Website geht es nicht um dich

Worum geht es auf deiner Website? Viele Selbstständige beantworten diese Frage mit: Um mich und mein Angebot. Und genau da liegt ein Teil des Problems. In erster Linie geht es auf deiner Website um deine Kunden. Dieser Fehler zeigt sich in deinen Texten und sorgt dafür, dass sich die Besucher deiner Website nicht angesprochen fühlen – also kaufen sie auch nichts. Nicht einmal auf deiner Über-mich-Seite geht es um dich: Es geht darum, wieso du die richtige Person für deine Kunden bist.

Hier kommen sechs Fragen, die dir dabei helfen, konversionsstarke Webtexte zu schreiben:

  1. Was wünscht sich dein Traumkunde?
  2. Was ist sein größtes Problem?
  3. Wovon träumt deine Zielgruppe nachts?
  4. Was hat dein Wunschkunde für Probleme, Ziele und Ängste?
  5. Wie hilft ihm dein Angebot, seine Ziele zu erreichen?
  6. Wie sieht das Ergebnis nach der Zusammenarbeit mit dir aus?

 

Ziel ist, dass dein Wunschkunde auf deine Website kommt und denkt: Hier bin ich genau richtig!

Das kennst du bestimmt auch von dir, oder? Manchmal treffen uns Angebote wie ein Blitz, jeder Text spricht direkt auf unsere Wünsche, Ziele und Probleme an. Wir fragen uns: Woher weiß die das? Uns ist klar, wir brauchen dieses Produkt, diese Dienstleistung oder dieses Coaching.

Das ist kein Zufall: Diejenigen kennen ihre Zielgruppe und wissen genau, mit welchen Worten sie überzeugen.

 

Wie du deine Webtexte in 4 Schritten besser machst

So viel zur grauen Theorie.

Aber wie schaffst du es jetzt, deine Webtexte so zu schreiben, dass auch deine Besucher zu Kunden werden? Es gibt viele Gesetze und Regeln für Werbetexte – mit denen will ich dich jetzt aber gar nicht langweilen. Setze einfach die folgenden vier Punkte um und deine Webtexte werden besser funktionieren.

 

Sprich deinen Wunschkunden direkt an

Beginne als erstes auf deiner Startseite („above the fold“) mit dem Thema. Wie profitieren deine Kunden von deinem Angebot? Worum geht es hier? Schreibe nicht „Ich bin Ernährungscoach“, sondern „Ich helfe dir dabei, in X Tagen X Kilo abzunehmen“. Sei so konkret wie möglich und sprich das Problem, den Wunsch oder das Ziel deiner Zielgruppe direkt an. Hier ist ein gelungenes Beispiel von Marike Frick:

Veröffentliche zum Beispiel Preise. Viele haben Angst, potenzielle Kunden dadurch abzuschrecken. Dabei ist es genau andersrum: Diejenigen, die dein Angebot nicht wertschätzen und auf billige Deals aus sind, sortierst du direkt aus. Besser so, als Zeit und Energie im Erstgespräch zu verschwenden!

 

Streiche leere Phrasen und Marketing-Gebrabbel

Es gibt einige Wörter und Phrasen, die sind so ausgelutscht, dass sie nur noch einen Effekt haben: Langweilen!

Schreibe lebendig – echte und authentische Texte sind die besten Verkaufstexte. Geh deine Texte Wort für Wort durch und streiche alle leeren Sätze, schwache Phrasen und ausgelutschten Wörter. Zum Beispiel diese hier:

  • sehr, besonders, natürlich
  • innovativ, erstklassig, hochmodern, qualitativ hochwertig (Was heißt das genau?)
  • Marktführer, Branchenstandard (Was hat dein Kunde davon?)
  • Schnelle Lieferung (Wie schnell??)
  • Bestellen Sie Ihren Favoriten einfach online (Selbstverständlich)

Würze deine Webtexte mit Details, die deine Kunden weiter bringen. Sei so konkret wie möglich und erkläre genau, was deine Wunschkunden davon haben. Sprich nicht von erstklassiger Qualität, sondern erzähl uns, was genau das heißt: Vielleicht ist der Stoff besonders reißfest, dein Coaching speziell für Frauen in Krisensituationen oder dein Kurs so ausführlich und praxisnah wie sonst kein anderer.

 

Vermeide Superlative

Wir neigen dazu, unser Angebot mit Superlativen zu beschreiben: „Das Beste, das Sie je gegessen haben“, „Das effektivste Tool überhaupt“, „Der weichste Stoff denn je“.

Sei vorsichtig mit Superlativen, denn diese wirken schnell unglaubwürdig und übertrieben. Nutze lieber wenige, starke Adjektive, die dein Angebot hervorheben und Charakter verleihen.

 

Schreibe aktiv, kurz und einfach

Aktion ist spannend!

Schreibe kurze Sätze mit klaren und einfachen Wörtern. Gute Texte zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie schlau klingen. Gute Texte erkennst du daran, dass sie zu einer Aktion führen, inspirieren und etwas auslösen. Fordere deine Kunden unbedingt zu einer Handlung
auf. Schreib nicht „Hier gibt es Tipps und Tricks“, sondern „Hol dir jetzt meine Tipps und Tricks“.

Bring Schwung auf deine Seite!

 

Webtexte sind eine Investition in deinen finanziellen Erfolg

Das Thema Text ist so vielschichtig, aber du merkst: Gute Texte zu schreiben geht mit einem starken Mindset los und hört mit einer cleveren Wortwahl auf. Nimm dir viel Zeit zum Schreiben deiner Webtexte oder suche dir Unterstützung: Buche zum Beispiel ein Schreibcoaching oder beauftrage einen Texter. Zeig deinen Kunden, dass du erfolgreicher Unternehmer bist.

Ich fasse das Wichtigste nochmal für dich zusammen:

  • Zweifel und Unsicherheiten vergiften deine Texte.
  • Schreibe immer für deine Zielgruppe und setze bei den Wünschen, Problemen und Zielen
    deiner Wunschkunden an.
  • Streiche leere Phrasen und sinnlose Marketingaussagen – sei rigoros!
  • Vermeide Superlative.
  • Schreibe aktiv und verwende einfache, kurze Wörter.
  • Fordere deine Kunden zu einer Aktion auf.

 

Mit diesen Tipps steht einer Überarbeitung deiner Webtexte nichts mehr im Wege, oder?  Danke, Madita, für den Blick hinter die Kulissen!

Wenn du mehr über Madita erfahren oder Sie mit dem Schreiben oder der Verbesserung deines Contents beauftragen möchtest, besuche gerne ihre Webseite.