Wir befinden uns mitten zwischen den Jahren – es ist die Zeit der “Rauhnächte”. So nennt man die 12 Tage vom 25. Dezember bis zum 6. Januar. Die meisten Menschen sind jetzt damit beschäftigt, den Weihnachtsstress zu verdauen – aber wusstest du, dass diese Zeit sich auch ganz hervorragend dazu eignet, um das nächste Jahr zu planen?

Die Rauhnächte gelten laut altem Brauch als “Orakelzeit”. Das, was in diesen Tagen und Nächten zu dir kommt (als Idee, als Traum oder Plan) soll sich im entsprechenden Monat des kommenden Jahres erfüllen. So steht der 25. Dezember für den Januar, der 26. für den Februar usw.

Auch, wenn ich nicht besonders esoterisch veranlagt bin, schreibe ich mir alles, was während der Raunächte den Weg zu mir findet, auf. Es kann schließlich nicht schaden … Aber auch ohne diese “Orakelfunktion” bietet die Zeit zwischen den Jahren die ideale Grundlage, um sich auf die nächsten 12 Monate einzustimmen, zu sich selbst zu finden und Altlasten hinter sich zu lassen.

 

In Bezug auf das Business stelle ich mir immer folgende Fragen

  • Wofür bin ich dankbar?
  • Was ist bisher gut gelaufen?
  • Was ist bisher (noch) nicht gut gelaufen?
  • Wovon möchte ich mehr in meinem Leben?
  • Was darf aus meinem Leben verschwinden? Wovon möchte ich mich verabschieden?
  • Welche Vision habe ich für das kommende Jahr?

 

Ich bin niemand, der jeden Monat akribisch durchplant – das entsprecht nicht dem Flow, in dem ich gerne arbeite und den ich mir erhalten möchte. Zu viel Planung lässt mich starr werden und nimmt mir die Freude – etwas, das ich in den vergangenen Jahren lernen durfte. Inzwischen halte ich mich an eine Planung, die sich für mich als sinnvoll erwiesen hat: ich gehe quartalsweise vor.

Für 2019 überlege ich daher momentan, wie ich die Quartale des Jahres füllen möchte, was ansteht, was ich mir wünsche und worauf ich den Fokus setzen will. Und dieses Jahr birgt für mich eine große Herausforderung direkt zu Beginn.

Normalerweise bin ich es gewohnt, im Januar mit viel Schwung und jeder Menge Ideen frisch durchzustarten. Ich habe den Jahresbeginn immer geliebt, weil alles möglich ist und ein ganzes wundervolles Jahr vor einem liegt.

2019 wird für mich allerdings ganz anders beginnen – mit Regeneration nämlich. Vor Kurzem wurde bei mir eine rheumatische Erkrankung diagnostiziert, und ich muss zugeben, dass mich das alles sehr ausbremst.

Das Gute daran: ich weiß nun endlich, warum vieles, was früher selbstverständlich gut funktionierte, jetzt bei mir nicht mehr geht. Ich weiß, warum ich aus der Erschöpfung kaum noch herauskomme und gut mit meinen Kräften haushalten muss. Und ich weiß, woher die Schmerzen am ganzen Körper kommen, die mir zum Beispiel auch das Tippen sehr schwer machen – ein Grund, warum in letzter Zeit für den Blog auf Flowpreneur nur noch wenig neue Artikel entstanden sind.

Ich werde das Jahr 2019 damit beginnen, den Fokus auf meine Gesundheit zu richten und dafür zu sorgen, dass ich wieder auf die Beine komme. Ich möchte in Zusammenarbeit mit meiner Rheumatologin herausfinden, was nötig ist, damit ich wieder voll einsatzfähig bin, anstatt ständig mit gefühlt angezogener Handbremse zu leben.

Natürlich habe ich auch Pläne für das Jahr! Aber all die Ideen und Wünsche müssen vorerst zurückstehen. Es wird sich zeigen, wie die gesundheitliche Lage sich entwickelt – davon hängt letztendlich ab, was ich umsetzen kann.

Ich nutze die Zeit der Rauhnächte gerade, um mich von Ideen überraschen zu lassen und mich zugleich vom Jahr 2018 zu verabschieden. Es war ein Jahr voller neuer Entwicklungen, vor allem für meine Arbeit als Künstlerin. Es gab Ausstellungen, neue Kontakte sind entstanden, Sammler hinzugekommen, Galeristen auf mich aufmerksam geworden. In der Kunst war und bin ich im Flow, auch wenn selbst da gerade aus gesundheitlichen Gründen nicht alles so möglich ist, wie ich es mir wünsche.

Was ich mit diesem Jahr loslassen möchte, sind die Zweifel und Ängste, die immer alle Unternehmungen begleiten. Ich wünsche mir einen leichten, friedvollen Übergang in das neue Jahr. Mit allem, was es mit sich bringen wird. Und genau das wünsche ich auch dir von Herzen!

PS: Wenn du dir finanzielle Ziele für das neue Jahr setzen möchtest, dann lies doch gleich in meinen Artikel zum Thema rein.